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Dortmund feiert mit 1Live, Gossip, Silbermond und The Hives

12.05.2012 | 11:46 Uhr
Gossip-Frontfrau Beth Ditto zog im FZW bei der 1Live-Nacht in Dortmund alle Register. Foto: Steffen Gerber/DerWesten

Dortmund.   Fertig zur BVB-Feier: 1Live stimmte Tausende mit Konzerten und Disco bei „Eine Nacht in Dortmund“ auf das Party-Wochenende ein. Silbermond-Frontfrau Stefanie Kloß war zu Tränen gerührt, Gossip-Chefin Beth Ditto flirtete hautnah mit den Fans, The Hives zeigten sich als bestangezogene Band der Welt.

Was für eine Nacht in Dortmund. Radiosender 1Live übernahm bis zum Samstagmorgen die Regie in 13 Örtlichkeiten. Fünf hochkarätige und restlos ausverkaufte Konzerte, Hörsaal-Comedy und Party bis tief in die Nacht hinein - exzessiver konnte das BVB-Feier-Wochenende nicht beginnen.

Beth Ditto von Gossip außer Rand und Band

Normalerweise beginnen Konzertkritiker mit dem Beginn eines Auftritts. Das wäre auch für die Besprechung der beeindruckenden 75 Musikminuten von Gossip in der großen Halle des FZW vor mehr als tausend Zuschauern möglich. Speziell, weil die Band mit ihrem Opener „Love long distance“ genau das Gegenteil bewies, nämlich absolute Nähe zum Publikum. Und das lebte Frontfrau Beth Ditto bestens gelaunt am Ende des Konzerts exzessivst aus. Sollte es mal einen Preis für die größte Volksnähe eines Stars geben, es könnte nur eine Siegerin geben.

Beim fulminanten Konzertausklang mit dem Knallerhit „Heavy cross“ ging Beth Ditto auf Tuchfühlung mit den Fans. Mit ihren 1,55 Meter Körper-„Größe“ und kolportierten 100 Kilo bahnte sie sich ihren Weg durch das begeisterte Publikum. Ließ sich mit Fans fotografieren, schüttelte Hände, flirtete, lachte, alberte herum. Und enterte die Empore, hing über der Brüstung, um weiter mit den überraschten Besuchern zu plaudern und mit ihnen gemeinsam „I will always love you“ zu intonieren, um der verstorbenen US-Soulsängerin Whitney Houston zu gedenken. Großes Kino, viel Emotion. Selbst der Weg die Treppe ‘runter wurde zum Ereignis, fortgesetzt beim verletzungsfreien Weg zurück auf die Bühne.

Wirbelwind mit unsportlicher Figur

Auch dort wirbelte der Wirbelwind Energie geladen herum, auch ohne sportliche Modelfigur. Die US-Band überzeugte aber auch musikalisch. „A joyful noise“, das eher poppige Folgealbum des Welterfolgs „Music for men“ und seit genau diesem Freitag auf dem Markt, erwies sich live als Fortsetzung des eingängigen Gossip-Sounds. Mal rockig, mal elektronisch, dann wieder punkig - dank des wummernden Basses und vor allem der kräftigen Stimme Dittos ebbte der Jubel mit anerkennendem Applaus nicht ab. Erst recht nicht bei ihrem opulenten Hüftschwung zum aktuellen Hit „Perfect world“. „Oh my goodness, Dortmund“, sagte Beth anerkennend.

Dass sie vorher mehrfach von ihren Tagen berichtet hatte („Man kann meine Periode riechen“) - geschenkt. Zumal sie sich auch gerne selbst auf den Arm nahm: Sie habe zwei Stunden gebraucht, um in das - natürlich hautenge - schwarze Kleid zu kommen. Ihr Name? „Klaus Meine“, sagte sie bei der Bandvorstellung. Und steckte sich mal wieder das Mikro zwischen die Brüste, um ihren Kollegen zuzuklatschen.

Ein-Frau-Show in mehreren Ländern ausgestrahlt

Somit blieb es trotz des talentierten Nathan Howdeshell alias Brace Paine an der Gitarre und Kathy Mendonca am Schlagzeug sowie zwei weiteren Mitstreitern bei einer Ein-Frau-Show. Die sich an der deutschen Sprache („holy Scheiße“, „Ich bin ein schlechter Witz“) versuchte, die mit einem gelben Luftballon in der Hand als BVB-Fan durchgegangen wäre, die ihre Band mit einem Augenzwinkern zusammenstauchte. Was den Bassisten nicht davon abhielt, seine Frontfrau durchgehend mit strahlendem Blick anzuschmachten.

Und immer wieder wurde klar, warum das FZW-Konzert vom WDR-Rockpalast aufgezeichnet (Sendetermin unklar) und in mehreren europäischen Ländern live im Radio gespielt wurde.

Gossip im FZW
1Live-Nacht in Dortmund

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