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Stolz trotz der Niederlage

20.05.2012 | 21:21 Uhr
Stolz trotz der Niederlage
Letztmals in dieser Saison grüßten die FCR-Spielerinnen ins eigene Publikum – erstmals in dieser Saison verloren sie ein Heimspiel. (Foto: Eickershoff)

Duisburg.   Nach dem 0:2 gegen den alten und vermutlich auch neuen Meister Turbine Potsdam sind die beiden ersten Tabellenplätze nicht mehr zu erreichen.

FCR 2001 Duisburg –
Turbine Potsdam0:2 (0:0)

FCR: Preuß – Himmighofen, Neboli, Krahn, Wensing – Cengiz (60. Weichelt), Bresonik, Popp, Laudehr – Islacker (76. Hogewoning), Ando (67. Groenen).
Tore: 0:1, 0:2 Hanebeck (46., 87.).

Der Austausch netter Worte zwischen den Trainern des FCR 2001 Duisburg und dem FFC Turbine Potsdam hat Tradition. Bernd Schröder ließ es sich auch diesmal nicht nehmen, das Wohlbefinden der Gastgeber zu steigern, indem er deren Scheitern im DFB-Pokal-Halbfinale zutiefst bedauerte – und auch das erneute Verfehlen der Qualifikation für die Champions League. „Aber da hatten wir heute leider keine andere Möglichkeit“, meinte der Mann, der die Brandenburgerinnen wohl auch in diesem Jahr wieder zum Meistertitel führen wird. Ohne den eigenen 2:0 (0:0)-Erfolg im PCC-Stadion hätte sein Team nämlich dem VfL Wolfsburg eine Runde vor Schluss die Spitze der Frauen-Bundesliga überlassen müssen.

Trainerkollege Marco Ketelaer nahm es gleichmütig hin. Das Spiel am Sonntag stand angesichts der nur noch minimalen Chance, noch auf Platz eins oder zwei vorzustoßen, eh nicht so sehr im Fokus wie vielmehr die komplette Saison. „Ich bin ungeheuer stolz darauf, was die Mannschaft geleistet hat. Es lag heute sicherlich nicht am fehlenden Willen, dass wir das Spiel verloren haben, sondern daran, dass wir mit unserem kleinen Kader seit Wochen am Limit spielen.“ Beispiel dafür: Gülhiye Cengiz. Das Eigengewächs, das im vergangenen Sommer niemand so richtig auf der Rechnung hatte, absolvierte den 16. Startelfeinsatz. Angesichts ihres enormen Kraftaufwands war es dann kein Wunder, dass für sie gestern der Tag nach 60 Minuten zu Ende ging.

Einzige Chance durch Laudehr

Womöglich war es dann aber doch ein wenig der fehlende Glaube daran, das Unmögliche noch möglich zu machen, der den Ausschlag für die einzige Heimniederlage dieser Spielzeit gab. Simone Laudehr und Alexandra Popp blieben in ihrem Abschiedsspiel vor eigenem Publikum – mit 2234 Besuchern wurde ein Rekordbesuch verzeichnet – weitgehend blass. Die Neu-Frankfurterin Laudehr war es dann wenigstens, die in der 83. Minute die einzige echte Torchance des FCR im kompletten Spiel vergab. Sie scheiterte aus kurzer Distanz an Alyssa Naeher, die für die vakante Torwartposition in Duisburg übrigens nicht in Frage kommen dürfte: Laut Bernd Schröder hat sie in Potsdam noch einen langfristigen Vertrag und soll sich mit Anna-Felicitas Sarholz einen echten Zweikampf liefern.

Den Ausschlag in der gestrigen Partie, die insgesamt wenig Höhepunkte bot, zumal mit Genoveva Anonma bei Wolfsburg die Top-Torjägerin der Bundesliga gelbgesperrt fehlte, gab eine ehemalige Duisburgerin. Patricia Hanebeck stellte eine Minute nach Beginn der zweiten Hälfte mit einem abgefälschten Distanzschuss unter die Latte die Weichen auf Sieg, und besorgte drei Minuten vor dem Abpfiff nach einer zu kurz abgewehrten Ecke per sehenswertem Schlenzer die Entscheidung.

Thomas Kristaniak


Kommentare
21.05.2012
02:28
Stolz trotz der Niederlage
von fraka | #1

Von nun an gehts bergab.

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