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RWO zeigte zwei verschiedene Gesichter

08.08.2012 | 15:34 Uhr
RWO zeigte zwei verschiedene Gesichter
Zwei Spiele, zwei Niederlagen: RWO-Trainer Mario Basler.Foto: Martin Möller / WAZ FotoPool

Oberhausen.  Erst volle Pulle, dann Flasche leer: Nach einer guten Leistung beim unglücklichen 2:4 zum Saisonstart gegen Rot-Weiss Essen verlor Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen nach einer saft- und kraftlosen Vorstellung das Spiel bei Schalke II völlig verdient mit 1:3.

Das war nun wirklich ein Kontrastprogramm. Freitags Stadion voll, dienstags 896 Zuschauer im Mondpalast in Herne gegen Schalke II. Irgendwie schien das auch auf die rot-weißen Fußballer abzufärben. Gegen RWE gab’s noch volle Pulle, gegen die Talente aus der Knappenschmiede war Flasche leer. Mit einer saft- und kraftlosen Vorstellung fing sich die Elf von Mario Basler eine völlig verdiente 1:3-Niederlage ein.

Wenn Jörn Nowak oder Benjamin Weigelt nicht hin und wieder in höchster Not geklärt hätten (was nicht heißt, dass sie gut spielten) oder die Jungknappen genauer gezielt hätten, wäre auch eine richtige Packung drin gewesen.

Sieben Gegentore für RWO in zwei Spielen

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Trainer Basler reichte es auch so: „Sieben Gegentore in zwei Spielen sind mir definitiv zu viel.“ Wobei keines von denen dem bedauernswerten Torwart Niklas Hartmann anzulasten ist, sondern individuellen Fehlern seiner Vorderleute. Der sportliche Leiter Frank Kontny, mit ebenso dickem Hals wie Basler: „Von so erfahrenen Leuten wie Nowak oder Weigelt kann man verlangen, dass sie beim Mann stehen. Es kann nicht sein, dass wir 1:0 führen und dann Probleme in 1:1-Situationen bekommen und uns Kontertore einfangen. Das hat auch was mit Gehirn einschalten zu tun.“

Wobei nicht nur die beiden genannten Spieler gemeint sind. Christoph Caspari auf rechts war ein ständiger Wackelkandidat. Max Philipp, Pascal Schmidt oder Olivier Caillas hatten das schnell erkannt und fuhren einen großen Teil der Schalker Angriffe über diese Seite. Von der wurden dann auch die beiden Vorlagen zu den Kopfballtoren gegeben. Was nicht heißt, dass die linke Seite dicht war. Über die lief der letzte Konter zum 3:1, das Julius Biada prima vorbereitete und der bärenstarke Manuel Torres mit seinem zweiten Treffer abschloss. Unterm Strich wurde alles gefährlich, was in den Strafraum kam. Ein sicheres Gefühl stellte sich nie ein.

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Oberhausens Terranova wollte Gegnspieler Ellmann die „Ohren lang ziehen“

Dies lag daran, weil die Talente von Bernhard Trares in guter Verfassung prima Hurra-Fußball spielen können und weil die Rot-Weißen genau dies zuließen. Was auch dem Mittelfeld anzulasten ist, das mit Hiromu Watahiki und Ken Asaeda meist nur reagierte und versuchte Schadensbegrenzung zu betreiben. Eine vernünftige Spieleröffnung gelang den beiden im ersten Durchgang einige Male, im zweiten Abschnitt gar nicht mehr. RWO erspielte sich nach der Pause keine einzige Torchance mehr.

Beim nächsten Gegner Velbert spielen Kaya und Pappas

Dies obwohl Basler mit Mike Terranova für den schwachen Patrick Bauder und Stephan Boachie für den glücklosen Karoj Sindi direkt nach dem Wechsel zwei frische Offensivkräfte brachte und mit Pascale Talarski ab der 60. für Ralf Schneider nochmals mehr Offensivgeist entfachen wollte. Doch es blieb alles Stückwerk. Die durchaus rustikal zu Werke gehenden Schalker hatten sich da schon genug Respekt erkämpft, um die Oberhausener auf kleiner Flamme gar zu köcheln. Asaeda: „Für diese Leistung können wir uns bei den Zuschauern nur entschuldigen. So viele Fehler darf man sich einfach nicht erlauben.“

Basler denkt weiter: „Ich bin froh, dass wir Freitag schon wieder spielen. Da lassen sich schnell einige Änderungen vornehmen.“ Denn wenn auch die Partie gegen Velbert mit den ehemaligen Rot-Weißen Markus Kaya und Dimi Pappas in die Hose gehen sollte, ist der Fehlstart perfekt.

Peter Voss

Kommentare
10.08.2012
16:58
RWO zeigte zwei verschiedene Gesichter
von Schantall | #2

Der Unterschied:

Hier wird nicht gewonnen,
dort wird verloren!

Wie viele Ligen kommen noch bis zur Thekenmannschaft?

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2012-08-08 15:34
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