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Studie vermutet höheres Selbstmordrisiko bei Katzenhalterinnen

05.07.2012 | 12:11 Uhr
Studie vermutet höheres Selbstmordrisiko bei Katzenhalterinnen
Wer eine Katze hält hat womöglich ein höheres Selbstmordrisiko. Foto: thinkstock

Washington.   Katzenhalterinnen haben womöglich ein höheres Suizidrisiko. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit 45.000 Däninnen. Der Grund: Die Tiere übertragen die Krankheit Toxoplasmose. Die Wahrscheinlichkeit eines Selbstmordversuchs erhöht sich nach einer solchen Erkrankung um 50 Prozent.

Frauen mit Katzen, die an der vom Kot der Tiere ausgehenden Toxoplasmose erkrankt waren, haben möglicherweise ein deutlich höheres Selbstmordrisiko. Dies legt jedenfalls eine Studie an 45.000 Frauen aus Dänemark nahe, die jetzt in der Zeitschrift „Archives of General Psychiatry“ vorgestellt wird. Danach stieg die Wahrscheinlichkeit eines Selbstmordversuches bei Frauen, die eine Toxoplasmose durchgemacht hatten, um 50 Prozent. Noch signifikanter war der Anstieg bei Selbstmordversuchen mit hohem Gewalteinsatz.

Toxoplasmose wird durch nicht ausreichend gegartes Tierfleisch und durch Katzenkot auf den Menschen übertragen. Hauptwirt ist die Hauskatze. Katzenkot kann selbst in Staubform und noch nach Jahren krankheitserregend wirken. Die Krankheit bleibt in der Regel latent, kann aber auch Lungenentzündung und Hautausschläge auslösen. Besonders gefährlich ist die Infektion für schwangere Frauen: Der Ausbruch der Krankheit kann zu Fehlgeburten führen oder Missbildungen sowie schwere Erkrankungen des Neugeborenen verursachen. Die wissenschaftliche Bezeichnung für den Parasiten lautet Toxoplasma gondii.

„Offensichtliche Verbindung zwischen Infektion und späteren Selbstmordversuchen“

„Wir können nicht mit Sicherheit sagen, dass T. gondii die Selbstmordversuche der Frauen verursachte“, erläuterte der Forscher Teodor Postolache von der Universität von Maryland. „Wir stellten aber eine offensichtliche Verbindung zwischen der Infektion und späteren Selbstmordversuchen fest.“ Vertiefende Studien seien bereits geplant.

Rund ein Drittel aller Menschen infiziert sich im Laufe des Lebens mit den Toxoplasmose-Erregern. Sie bilden Antikörper heraus und in vielen Fällen wird die Erkrankung nicht als solche registriert. Der nun vorgestellten Studie zufolge steigt das Selbstmordrisiko mit dem Level an Antikörpern. Schon seit geraumer Zeit stehen die T. gondii im Verdacht, Schizophrenie und andere Verhaltensauffälligkeiten zu verursachen. Das „Atlantic Magazine“ fasste die Verdachtsmomente gegen die Krankheit im März unter dem griffigen Titel „Wie Ihre Katze Sie verrückt macht“ zusammen. (afp)


Kommentare
06.07.2012
10:48
Studie vermutet höheres Selbstmordrisiko bei Katzenhalterinnen
von Vatta | #10

Das ist wieder so eine Studie die zu viele Ansätze einfach missachtet hat. Ähnlich die Studien zum Passivrauchen - aber das ist ein anderes Thema.....

z.B. bleibt die Eingangsfrage ungeklärt: Neigen depressive Menschen verstärkt dazu, sich Gesellschaft in Form einer Katze ins Leben zu holen? Mögen Depressive und zu Suizid neigende Menschen Katzen besonders gern?

05.07.2012
22:31
Studie vermutet höheres Selbstmordrisiko bei Katzenhalterinnen
von Elfentraum | #9

*lol* Da wurden mal wieder diverse Fakten, die in keinem Zusammenhang stehen, miteinander verknüpft.

Übrigens: in rohem Schweinefleisch (Mettwurst, Salami, etc.) kommen weitaus häufiger Toxoplasma-Erreger vor, als in Katzen ;-)
Aus diesem Grund warnt die Gynäkologin auch Schwangere eher vor dem Verzehr von rohem Fleisch als vor dem eigenen Stubentiger ...

Was die Studie auch nicht hinreichend erklärt ist, warum es die weiblichen Katzenbesitzer sein sollen, die durch den Virus zum Selbstmord getrieben werden und nicht die männlichen ...

05.07.2012
19:06
Bei naturwissenschaftlich gebildeteten Homo Sapiens sapiens...
von Ex-Marxloher | #8

... ist es aufgrund der Nutzung höherwertiger Informationsquellen als nur der mittelprächtiger Tageszeitungen seit etwa 5 Jahren bekannt, das Toxoplasmose zu Verhaltensänderungen bei Ratten führt, die deren Angstschwelle insbesondere gegenüber Katzen senkt.Was dem geneigten, mit Kenntnis des parasitären Lebenszyklus der Toxoplasmose Beschlagenen ziemlich schlüssig erscheint.Da der cerebrale Befall von Toxoplasmose in Ratten zu aus Sicht der Ratte negativen Verhaltensänderungen führt, sie werden frühzeitig gefressen, mag es bei anderen Organismen ebenfalls zu Ähnlichem führen.Aufgrund des veränderten cerebralen Biotops in Mitgliedern der Spezies Homo Sapiens aber möglicherweise andere Auswirkungen haben.
In dem Zusammenhang gesagt, vermute ich, würde die Toxoplasmose mit großer Wahrscheinlichkeit keine Verhaltensänderung bei den Autoren einer großen Zahl der Kommentare hier verursachen, da offensichtlich das für die Toxoplasmose lebensnotwendige Substrat nicht vorhanden ist

05.07.2012
18:09
Studie vermutet höheres Selbstmordrisiko bei Katzenhalterinnen
von Coko | #7

jetzt mal ganz im ernst: GEHTS NOCH??????

05.07.2012
17:39
Studie vermutet höheres Selbstmordrisiko bei Katzenhalterinnen
von drasos | #6

Ich habe von einer Studie gehört die besagt das die Sterberate bei über 100 Jährigen exorbitant hoch ist

05.07.2012
17:13
Studie vermutet höheres Selbstmordrisiko bei Katzenhalterinnen
von jessiesrevenge | #5

höhö....lol ist das ne Anti-Katzen-Propaganda um die Population einzudämmen?? lol...wirkt schon etwas komisch, erst wird berichtet das die Tierheime zu voll sind und zuviele Katzen unterwegs sind. dann liest man erste Berichte von Killerkatzen die arglosen Hausfrauen im Flur auflauern um sie fast umzubrigen, dann wird über Zwangskastratiionen diskutiert und nun liest man noch sowas ;)

05.07.2012
13:43
Studie vermutet höheres Selbstmordrisiko bei Katzenhalterinnen
von Frankfurter | #4

In Deutschland liegt die Selbstmordrate bei Menschen über 60 Jahre bei Männern 80 % und bei Frauen 20 %

05.07.2012
13:37
Studie vermutet höheres Selbstmordrisiko bei Katzenhalterinnen
von Frankfurter | #3

Möglicherweise liegt die Selbstmordrisiko bei alleinstehenden Frauen höher.

Wenn man nur isoliert nach einer Ursache sucht bekommt man auch ein entsprechendes Ergebnis

05.07.2012
13:35
Studie vermutet höheres Selbstmordrisiko bei Katzenhalterinnen
von we_wacker | #2

Studien sind immer wichtig. Wusstet ihr das Discounter so beliebt sind, weil die Preise da niedrig sein sollen? Nicht? Doch, hat eine Studie heraugefunden...

1 Antwort
Studie vermutet höheres Selbstmordrisiko bei Katzenhalterinnen
von Frankfurter | #2-1

Es gibt wirklich eine Studie die besagt das Menschen die in Nähe von Flughäfen wohnen sich mehr von Lärm gestört fühlen.
Zu Thema Mobilfunktrahlen gibt es 1200 Studien. Eine Hälfte besagt die Strahlen von sind gefährlich und die andere Hälfte besagt sie sind ungefährlich.

05.07.2012
12:58
Studie vermutet höheres Selbstmordrisiko bei Katzenhalterinnen
von gamleman | #1

Sommerloch? Oder muss nur die Zeit überbrückt werden, bis die ersten Krokodile in der Ruhr auftauchen?

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