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Glutenunverträglichkeit kann zu Depressionen und Essstörungen führen

22.01.2012 | 13:00 Uhr
Glutenunverträglichkeit kann zu Depressionen und Essstörungen führen
Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit müssen eine strenge Diät halten und dürfen viele Lebensmittel nicht essen.

Essen.  Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit müssen sich in der Regel an eine strenge Diät halten, um unangenehme Symptome wie Bauchschmerzen und Durchfall zu vermeiden. Besonders Frauen haben oft mit den Folgen dieser Diät zu kämpfen - und verfallen häufig in Depressionen und Essstörungen.

Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit wissen in der Regel, welche Lebensmittel sie meiden sollten. Denn Ernährungssünden werden schnell bestraft: Bauchschmerzen, Durchfall, Appetitlosigkeit, aber auch Übelkeit und Erbrechen können auftreten, wenn Bestandteile des Klebereiweißes aus Mehlprodukten auf die überempfindlichen Zotten des Dünndarms treffen.

Allerdings schlägt der Ernährungsstress oft auf die Psyche. Das fanden amerikanische Forscher jetzt heraus. Gerade Frauen haben mit Folgen der Diät zu kämpfen. So konnten die Wissenschaftler bei jeder dritten Befragten Anzeichen einer Depression feststellen. Und bei jeder Fünften gab es Hinweise auf eine Essstörung: Die Frauen waren häufig unzufrieden mit ihrem Körper und beklagten sich über ihr Gewicht oder ihre Figur.

Die Forscher führen den Psychostress vor allem auf die sozialen Nachteile zurück, die die Krankheit mit sich bringt. So können viele Patienten beispielsweise Einladungen zum Essen nicht annehmen oder sie haben Hemmungen, ihre Gastgeber mit den besonderen Anforderungen ihrer Gluten- Diät zu konfrontieren.


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