Treppenhaus ist keine Abstellkammer

Wer Geradoben, Schuhstränke oder ähnliches im Hausflur aufstellen möchte, muss dies zuvor mit dem Vermieter abstimmen.
Wer Geradoben, Schuhstränke oder ähnliches im Hausflur aufstellen möchte, muss dies zuvor mit dem Vermieter abstimmen.
Foto: Getty
Laut einem Urteil des Landgerichts Berlin dürfen Kinderwagen und Rollatoren im Treppenhaus abgestellt werden. Grundsätzlich ist das Abstellen von anderen Gegenständen jedoch verboten, da Flure und Treppen von allen Mietern genutzt werden und Fluchtwege unbedingt frei bleiben müssen.

Hamburg. Viele Mieter betrachten Hausflure und Treppen als Teil der eigenen Wohnung und stellen dort Kinderwagen, Garderoben oder Schuhregale auf. Damit versperren sie oft den Weg. Ärger mit dem Vermieter und Mitmietern ist damit programmiert.

Darauf weist der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen hin. Da Flure und Treppen von allen Bewohnern genutzt werden, seien gegenseitige Rücksichtnahme und bei einer etwaigen Nutzung eine vorherige Abstimmung mit dem Vermieter erforderlich. Entscheidend für die Nutzung seien die Platzverhältnisse. So müsse der Fluchtweg unbedingt frei bleiben. Grundsätzlich sind Garderoben, Schuhe, Schränke, Gardinen, Bilder oder Blumenkübel im Treppenhaus nicht erlaubt.

Ein Kinderwagen darf aber im Treppenhaus abgestellt werden. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Berlin hervor. Der Vermieter kann auch das Abstellen eines Rollators im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses grundsätzlich nicht untersagen. Der Mieter muss das Gerät aber an einem geeigneten Platz zusammenklappen. (dapd)