Strompreise - Altmaier wagt neuen Vorstoß

Essen. Die von Peter Altmaier geforderte Strompreisbremse ist im April an der Einigung zwischen Bund und Ländern gescheitert. Damit die Strompreise aber nicht gerade in der heißen Phase des Wahlkampfs ansteigen werden, lässt der Umweltminister nicht locker und fordert die Länder zum Umdenken auf.

Obwohl er mit seiner geplanten Strompreisbremse vor Kurzem an dem Widerstand einiger Bundesländer scheiterte, hält Bundesumweltminister Peter Altmaier weiterhin an seinem Vorhaben fest. In einem Brief warnt der CDU-Minister die Länder vor steigenden Strompreisen durch die Förderung erneuerbarer Energien. Würden die Länder seiner Strompreisbremse nicht zustimmen, so sei "ein weiterer deutlicher Anstieg der EEG-Umlage auf über sechs Cent wahrscheinlich", sagte Altmaier dem "Handelsblatt". Derzeit liegt die Umlage, die vom Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorgeschrieben wird, bei 5,3 Cent pro Kilowattstunde Strom. Sie wird bei Privathaushalten auf die Stromrechnung aufgeschlagen und ist mittlerweile teurer als der Strom an sich.

Strompreise senken - Altmaier hofft auf Merkels Unterstützung

Peter Altmaier hofft nun auf die Unterstützung durch Bundeskanzlerin Merkel, um seine Strompreisbremse doch noch umzusetzen. Sein Argument: Kunden, die wütend über steigende Strompreise sind, könnten dem Wahlkampf der CDU schaden. Die Strompreisbremse des Bundesumweltministers sieht vor, Privathaushalte mit geringem Stromverbrauch zu entlasten und erneuerbare Energien weniger zu fördern.

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