So kommen Verbraucher an Fördergelder für Wärmedämmung

Verbraucher sollten sich vor der Wärmedämmung ihres Hauses genau über die verschiedenen Fördergeldprogramme informieren.
Verbraucher sollten sich vor der Wärmedämmung ihres Hauses genau über die verschiedenen Fördergeldprogramme informieren.
Foto: Getty
Im Jahr 2013 wird die staatliche Förderung für Haussanierungen ausgebaut. Doch es gibt unzählige Bundes- und Länderprogramme zu Fördergeldern, für die jeweils unterschiedliche Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Einen Überblick für Verbraucher über die einzelnen Programme verschafft eine Internetplattform der Verbraucherzentralen.

Rostock. Wer seine Hausfassade dämmen möchte, bekommt schon jetzt Fördergelder. "Es gibt viele Möglichkeiten von Bundes- bis Länderprogrammen. Sogar manche Kommunen geben Geld im Rahmen von Stadtentwicklungsprogrammen", sagt Horst-Ulrich Frank, Energieberater bei der Neuen Verbraucherzentrale in Mecklenburg und Vorpommern.

Für die Programme gibt es meist genaue Voraussetzungen: zum Beispiel ein bestimmtes Alter des Hauses. Auch die Details der geplanten Maßnahme werden überprüft. Manche Programme verlangen zudem eine professionelle Unterstützung bei der Sanierung durch einen Energieberater. Die Bundesregierung hat am Mittwoch beschlossen, die staatliche Förderung im Jahr 2013 auszubauen.

Überblick über Fördergelder im Internet

Eine bundesweit verfügbare Förderung bietet die KfW-Förderbank an. Das Programm mit der Nummer 152 vergibt zinsvergünstigte Darlehen für einzelne Maßnahmen wie den Austausch von Fenstern oder die Fassadendämmung. "Der Zinssatz liegt derzeit bei einem Prozent", sagt die Energieberaterin Beate Uhr von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Laut KfW sind Gebäude förderfähig, für die der Bauantrag oder die Bauanzeige vor dem 01.01.1995 gestellt wurde.

Außerdem gibt es von der KfW für Einzelmaßnahmen Zuschüsse für Ein- und Zweifamilienhäuser - laut Uhr bis zu 3750 Euro je Wohneinheit. "Voraussetzungen dafür sind technische Mindeststandards", erläutert die Energieberaterin. Für neue Fenster müsse beispielsweise derzeit der Wärmedämmwert, der sogenannte U-Wert, von 0,25 erzielt werden. "Diese Voraussetzungen sind in der Vergangenheit immer strenger geworden und werden in Zukunft sicher noch strenger", sagt Uhr.

Einen Überblick über die Programme der Bundesländer und kommunale Förderungen finden Verbraucher auf der Internetplattform www.baufoerderer.de der Verbraucherzentralen. Über den Förderrechner unter http://dpaq.de/HqypM lassen sich alle Möglichkeiten für ein bestimmtes Haus ermitteln. (dpa)

 
 

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