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Genossenschaftswohnungen bringen nicht nur Vorteile

Essen. Gerade in den großen Metropolen der Republik ist die Wohnungssuche oft schwierig. Eine Genossenschaftswohnung kann in so einem Fall eine sinnvolle Alternative sein – einige Dinge sind hierbei jedoch zu beachten.

In Deutschland gibt es etwa 2,2 Millionen Genossenschaftswohnungen. Wenn jemand eine Genossenschaftswohnung bezieht, wird er automatisch Anteilseigner an der Genossenschaft selbst. Das bedeutet, dass er zu einem festgelegten Preis Anteile der Genossenschaft käuflich erwirbt. Die Höhe dieses Anteils ist von Genossenschaft zu Genossenschaft unterschiedlich; meistens richtet sie sich auch nach der Größe der Wohnung.

Eigenbedarf kein Kündigungsgrund

Der größte Vorteil an einer Genossenschaftswohnung ist, dass sie nicht mit der Begründung von Eigenbedarf gekündigt werden kann. Dies ist in normalen Mietverhältnissen ein Grund, der häufig vom Vermieter angeführt wird und vom Mieter nicht angefochten werden kann. Hat ein Mieter also erst einmal eine Genossenschaftswohnung bezogen, hat er das Recht, dort wohnen zu bleiben, solange er möchte.

Ein weiterer Vorteil besteht in den finanziellen Vorzügen, die von den meisten Genossenschaften geboten werden. So erhalten Mieter in der Regel Zinsen auf ihre Anteile, die oft höher ausfallen, als wenn das Geld beispielsweise auf einem Sparkonto liegt. Manche Genossenschaften bieten ihren Mietern auch weitere Vorzüge wie zum Beispiel Gemeinschaftsräume oder bestimmte Veranstaltungen an.

Mitunter lange Wartezeiten für Rückzahlung

Ein großer Nachteil an einer Genossenschaftswohnung ist, dass Mieter im Falle eines Auszuges oft lange auf die Rückzahlung ihrer Anteile warten müssen. Die Genossenschaft ist gesetzlich verpflichtet, die Anteile innerhalb von zwei Jahren zu erstatten – dieser Zeitraum wird häufig ausgeschöpft. Ein weiterer Nachteil ist, dass eine Mitgliedschaft in einer Genossenschaft nicht automatisch bedeutet, dass eine Wohnung zur Verfügung gestellt werden kann. Gerade in den Ballungsräumen sind die Wartezeiten oftmals lang. In vielen Genossenschaften müssen die Anteile allerdings erst erworben werden, sobald eine Wohnung bezogen wird.Wer darüber nachdenkt, in eine Genossenschaftswohnung zu ziehen, sollte sich zunächst genau über die jeweilige Genossenschaft informieren. Gerade in Großstädten gibt es häufig eine Vielzahl an Genossenschaften zur Auswahl, sodass die mit den besten Konditionen ausgesucht werden kann.

2014-04-24 13:45:35.0