Deutsche laut EZB-Studie Schlusslicht beim Immobilienbesitz

Die EZB verglich den Besitz von Wohneigentum in 15 Ländern in der Eurozone - Deutschland ist auf dem letzten Platz.
Die EZB verglich den Besitz von Wohneigentum in 15 Ländern in der Eurozone - Deutschland ist auf dem letzten Platz.
Foto: GettyThinkstock
Laut einer Studie der Europäischen Zentralbank ist Deutschland auf dem letzten Platz beim Besitz von Immobilien. Die Deutschen wohnen hierzulande nur zu 44,2 Prozent in ihren eigenen vier Wänden, während die Werte von Spanien und der Slowakei bei über 80 Prozent liegen.

Frankfurt/Main. Die Deutschen liegen im Vergleich von 15 Ländern der Eurozone beim Besitz von Wohneigentum auf dem letzten Platz. Insgesamt wohnen 60,1 Prozent der Haushalte in der Währungsunion in den eigenen vier Wänden, die einem mittleren Wert von 180.300 Euro haben. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten, erstmals erhobenen Untersuchung der Europäischen Zentralbank (EZB) zu den Vermögensverhältnissen europäischer Haushalte hervor.

Hierzulande besitzen dagegen nur 44,2 Prozent der Haushalte eine eigene Immobilie. Damit liegt Deutschland etwa weit hinter dem Spitzenreiter Slowakei, wo der Anteil bei 89,9 Prozent liegt. Auf dem zweiten Platz folgen die Spanier mit 82,7 Prozent. Dagegen sei der Otto-Normal-Haushalt in Deutschland und Österreich eher Mieter, hieß es. Im Durchschnitt aller untersuchten sind der Studie zufolge 23,1 Prozent der Haushalte Besitzer einer zweiten Immobilie, deren mittlerer Wert bei 103.400 Euro liegt. Basis der Untersuchung sind die Daten von 62.000 Haushalten aus allen Euro-Ländern außer Estland und Irland, die zumeist im Jahr 2010 erhoben wurden. (Die EZB-Studie kann im Internet herungeladen werden, allerdings nur auf Englisch.) (dapd)