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Bei Schäden am Furnierholz lieber Fachmann kontaktieren

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Foto: Getty
Viele Möbel bestehen aus einem Korpus aus Spanplatten. Die Oberfläche ist meist mit edlerem Furnierholz bekleidet. Doch diese Furnierschicht kann durch Hitze oder Feuchtigkeit Schäden nehmen. Verbraucher sollten dann einen Fachmann kontaktieren. Wer sich dennoch herantraut, hier ein paar Tipps.

Berlin. 

Viele Möbel bestehen aus einem Korpus aus Spanplatten oder verleimten Tischlerplatten und nur ihre Oberfläche ist mit edlerem Furnierholz bekleidet. Die dünne Furnierschicht kann leicht durch Hitze oder Feuchtigkeit beschädigt werden, löst sich ab oder bekommt Ränder, erläutert Peter Birkholz, Fachbuchautor für die Stiftung Warentest in Berlin. „Ein Laie wird sich schwertun, den Schaden mit eigenen Mitteln zu reparieren.“ Schwierig sei, das passende Furnierholz zu finden und dieses einzuarbeiten. „Schnell kann eine unansehnliche Flickstelle daraus werden.“ Daher rät der Möbelexperte, einen Fachmann zu kontaktieren.

Wer es trotzdem selbst versuchen will, sollte zum Beispiel eine geschlossene Blase, bei der sich das Furnier nur schwach abgehoben hat, mit einem scharfen Cutter schräg zur Maserung aufschneiden. „Die entstandenen Ecken vorsichtig anheben und sparsam mit Expressleim unterspritzen“, erklärt Birkholz. „Anschließend mit der Hand fest andrücken, austretenden Leim sofort abwischen, die Stelle mit Papier abdecken und beschweren, bis der Leim getrocknet ist.“

Ersatzstück zurecht schneiden

Ist der Schaden größer oder sogar Furnier abgesplittert, schneidet der Heimwerker am besten ein Ersatzstück zurecht. Entsprechend diesem Stück sollte die beschädigte Stelle ausgeschnitten werden. Wichtig sei, dass die Richtung der Maserung übereinstimmt und das Stück schräg zugeschnitten ist.

„Alte Leimreste entfernt man mit einem scharf geschliffenen Stechbeitel, bis ein absolut ebener Untergrund entstanden ist“, beschreibt Birkholz die nächsten Schritte. „Anschließend die Stelle säubern, den Holzleim auf den Untergrund und die Unterseite des neuen Furnierstücks gleichmäßig dünn auftragen, andrücken, abdecken und beschweren.“

„Oberfläche mit Möbelpolitur beziehungsweise Wachs behandeln“

Wird eine Schraubzwinge verwendet, müsse unbedingt ein flaches, ebenes Holzstück auf die Reparaturstelle gelegt werden, damit die Oberfläche später glatt wird und es keine Abdrücke gibt. „Nach dem Trocknen die Reste des Abdeckpapiers vorsichtig mit feinem Schleifpapier entfernen, auch die Übergänge verschleifen und die Oberfläche mit Möbelpolitur beziehungsweise Wachs behandeln.“ (dpa)