Wie Rhabarber uns fit macht

Foto: Ilja Höpping

Ist es nun Gemüse oder ist es Obst? Richtig ist: Rhabarber zählt zu den Stängelgemüsen. Das Gute ist: Rhabarber ist nicht nur vitamin- und mineralstoffreich, sondern – ähnlich wie der Spargel – außerordentlich kalorienarm.

Die Vorzüge lesen sich so: reich an Kalium, reich an Vitamin C, Kalzium und Folsäure. Kalium ist wichtig für den Elektrolythaushalt des Körpers und besitzt eine blutdrucksenkende Wirkung. Vitamin C, bekannt als Abwehrstärker, kann noch mehr: Es wirkt wie ein Antioxidans und ist damit auch an Entgiftungsreaktionen beteiligt. Kalzium dient dem Knochenaufbau, ist zudem auch für die Blutgerinnung nötig. Folsäure ist an der Bildung von roten und weißen Blutkörperchen beteiligt.

Der Schlankmacher

Nun zum Schlankmacher: Pro 100 Gramm hat Rhabarber nur 13 Kilokalorien, noch weniger als Gurken. Genießbar sind nur die Stängel der Rhabarberpflanze.

Sauer wird der Rhabarber übrigens durch organische Säuren wie Zitronen-, Apfel- und Oxalsäure. Wichtig: Wer unter Gicht oder Nierenkrankheiten leidet, sollte auf Rhabarber besser verzichten. Oxalsäure führt sonst zu Gelenkschmerzen.

In anderen Fällen darf man ihn gerne oft verspeisen – aber am besten gekocht, damit die Oxalsäure neutralisiert wird. Diese steht im Verdacht, dem Knochen Kalzium zu entziehen. Gegen die Säure hilft auch ein magerer Joghurt oder Quark. Milchprodukte sind deshalb gut, weil sie die Säure binden. Außerdem kann man das Kochwasser wegschütten, so dass sich der Oxalgehalt nochmals verringert.

Tiefgekühlt bis zu einem Jahr haltbar

Rhabarber hält sich im Kühlschrank noch ein paar Tage, wenn man ihn in ein feuchtes Tuch schlägt und im Gemüsefach aufbewahrt. Rhabarber kann roh oder als Kompott bis zu einem Jahr tiefgekühlt werden.

Beim Vorbereiten und Kochen von Rhabarber dürfen keine Metallgefäße verwendet werden, da die Säure mit dem Metall (auch Alufolie) reagiert und den Geschmack verändert. Es können auch giftige Stoffe dabei entstehen. Rhabarber sollte wegen der Oxalsäure nicht roh gegessen werden. Also lieber als Rhabarberkuchen, Rhabarberkompott, als Rhabarbergrütze mit Erdbeeren oder als Rhabarbertorte.

 
 

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