Rote Beete ist gut für den Blutdruck

Rote Beete ist ein Klassiker. Und nun hat man auch noch nachgewiesen, dass ein halber Liter Rote-Beete-Saft am Tag den Blutdruck genauso gut senkt, als wenn man eine Tablettentherapie macht. Grund ist der
Nitrat-Gehalt.

Die Zauberformel ist eigentlich nicht das Nitrat, sondern Stickstoff. Stickstoff nämlich hat die Fähigkeit, die Gefäße zu erweitern. Das ist wichtig, denn eng gestellte Gefäße erhöhen den Blutdruck.

Rote Beete enthält zwar kein Stickoxid, wohl aber Nitrate. Diese können von Bakterien, die im Speichel vorhanden sind, in Nitrit umgewandelt werden. Nitrit gelangt mit dem Speichel in den Magen, wo es entweder in Stickoxid umgewandelt oder als Nitrit resorbiert wird. Das aufgenommene Nitrit gelangt in das Gewebe, wo das Stickoxid freigesetzt wird und damit die Blutgefäße entspannen können. Das jedenfalls ist die These der Arbeitsgruppe um Amrita Ahluwalia vom Londoner Queen Mary Hospital.

Ein halber Liter Saft

Um sie zu prüfen, gab sie gesunden Freiwilligen einen halben Liter Rote-Beete-Saft zu trinken. Drei Stunden später war der systolische Blutdruck (erster Wert) um 10,4 mm Hg und der diastolische Blutdruck (zweiter Wert) um acht mm Hg gefallen. Diese blutdrucksenkende Wirkung fiel mit der Spitzenkonzentrationen von Nitrit im Blut zusammen. Die British Heart Foundation lobt die Studie, die untersucht habe, wie Nahrungsmittel den Blutdruck senken. Im letzten Jahr hatte dies eine deutsche Arbeitsgruppe für dunkle Schokolade gezeigt, die – allerdings über einen anderen Wirkungsmechanismus – den Blutdruck senkt. Damals wurde zu bedenken gegeben, dass die Nachteile der hochkalorischen Schokolade die positiven Wirkungen infrage stelle.

Obst und Gemüse

Wer Rote Beete nicht mag, sollte es mit viel Obst, Gemüse und Bewegung probieren. Mehr als 25 Prozent der Weltbevölkerung leidet an Bluthochdruck. Es wird geschätzt, dass dieser Wert bis zum Jahr 2025 auf 29 Prozent ansteigt. Bluthochdruck ist für rund 50 Prozent der koronaren Herzerkrankungen und rund 75 Prozent der Schlaganfälle verantwortlich.

 
 

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