Fit durch Spargel

Foto: Ilja Höpping

Er gilt als Delikatesse – der Spargel. Und ist aber viel mehr als nur ein Leckerbissen. Der Spargel zählt zu den ältesten Kulturpflanzen. Bereits im Jahr 460 v. Chr. pries Hippokrates den Spargel als Heilpflanze.

Und im Mittelalter wurden alle Teile des Spargels – Samen, Sprossen, Wurzeln und Kraut – zu medizinischen Zwecken verwandt. Und: Bis zum heutigen Tag wird die harntreibende und blutreinigende Wirkung des Spargels geschätzt.

Gut für die Harnwege

So wird die Spargelwurzel zu der Gruppe der als „Aquaretika“ bezeichneten pflanzlichen Arzneimittel gezählt und bei einer Vielzahl von Indikationen – bevorzugt zur Durchspülungstherapie – eingesetzt. In Kombination mit einer anderen Pflanze, dem Petersilienkraut wird Spargel heute auch bei diversen Harnwegsinfektionen ebenso erfolgreich eingesetzt wie bei arterieller Hypertonie und chronisch venöser Insuffizienz.

Hinzu kommt, dass sich Aquaretika als pflanzliche Mittel zur Langzeitbehandlung von Ödemerkrankungen eignen. Ein in der Apotheke erhältliches Kombinationspräparat enthält Petersilienkraut- und Spargelwurzelpulver in Tablettenform. Pflanzliche Aquaretika steigern den Harnfluss auf etwa das Doppelte des Ausgangswertes, wobei der Elektrolythaushalt, Blutzucker, Blutfett sowie Leber- und Nierenwerte unangetastet bleiben.

Der Blutdruck sinkt

Unbedenklich können sie mit allen anderen Arzneimitteln kombiniert werden, ohne dass Wechselwirkungen zu befürchten sind. Folglich sprechen die sanfte Wasserabführung und das Fehlen von gravierenden Nebenwirkungen eindeutig für pflanzliche Aquaretika. Darüber hinaus agieren sie blutdrucksenkend, ausschwemmend und reduzieren nebenbei das Körpergewicht.

Spargel besteht zu etwa 93 Prozent aus Wasser und hat daher nur ca. 20 Kalorien (85 Joule) pro 100 g. Zudem ist Spargel ausgesprochen gesund: neben der entschlackenden Asparaginsäure enthält Spargel Kalium, Phosphor, Kalzium und die Vitamine A, B1, B2, C, E und Folsäure (wichtig für die Blutbildung).

Der Urin riecht

Immer noch rätselt die Wissenschaft, warum der Urin nach dem Spargelgenuss entsprechend riecht (übrigens nur bei etwa der Hälfte der Konsumenten). Man macht schwefelhaltige Substanzen dafür verantwortlich. Vermutlich sind Abbauprodukte der im Spargel enthaltenen Asparaginsäuren an der Geruchsbildung beteiligt.

 
 

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