Die Buffet-Schlacht ist vorbei – Der Japaner Okinii in Essen

Foto: imago stock&people 9xklug
Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt. Das klingt nach überholter Pädagogik, ist aber Teil eines neuen Restaurantkonzepts. Ein Besuch bei Okinii.

Essen.  Damit will man der Schlacht am Buffet ein Ende setzen – und dem Wegwerfen von vielen Lebensmitteln. Aber der Reihe nach: Nach Köln und Düsseldorf hat nun in Essen eine Filiale von Okinii eröffnet. Das japanische Restaurant bietet mehr als Sushi und Suppen. Gegrilltes steht auf dem Tablet-Computer des Lokals, über den man die Speisen bestellt. Und zwar so viel man möchte. Vorausgesetzt, man beherzigt die Regeln.

Für 26,90 € kann man alle 15 Minuten bestellen, pro Person stets maximal fünf Portionen, insgesamt zweieinhalb Stunden lang. Bestätigt man dreimal auf dem Display, dass man nun diese Auswahl ordern möchte, serviert auch schon bald einer der vielen Kellner die ersten tapasgroßen Gerichte. Alles wirkt frisch: Sushi mit Lachs oder Jakobsmuschel, scharf eingelegter Chinakohl – Kimuchi – sowie Thunfischspießchen und Tempura, also frittiertes Gemüse, das knusprig und nicht zu fettig ist. Auch das Gegrillte – Rinderfilet und Lammspieße – schmeckt gut. Es hätte nur etwas zarter sein können. Begeistert sind wir vom Eis: weißer und schwarzer Sesam.

Fleischliebhaber gehen wohl lieber ins Steakhaus und Sushi-Fans haben bei anderen Japanern eine größere Auswahl. Im Gegensatz zu All-you-can-eat-Restaurants ist Okinii aber eine gute Alternative. Man wählt bewusst und isst bewusst, nur solange bis man satt ist. Wer nämlich mehr bestellt als er essen kann, bezahlt pro unangerührte Portion 1 bis 2 Euro. Allerdings: Was man nicht mag, darf man auch wieder zurückgeben. Ganz so streng geht es bei Okinii dann doch nicht zu.

Okinii, Rathenaustraße 2 (Theaterpassage), Tel: 0201 - 45 86 89 26, okinii.de

Preise: Festpreis: 26,90, mittags, Mo-Do: 13,90 €, sonst: 15,90 €. Mittags kleinere Auswahl. Kinder zahlen weniger.

Ambiente: Modern, ohne Chichi. Wirkt etwas kühl. Die Basstöne aus den Boxen mag nicht jeder.

Service: Nett und schnell. Unangebracht war die Frage: „Wollen Sie vielleicht zahlen?“

 
 

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