Das Vitamin-C-Wunder Sanddorn

Petra Koruhn, Heilpraktikerin

Essen. Kaum wird es kühler, läuft auch die Nase wieder. Wie wir uns vor Erkältungen schützen können und wie uns Sanddorn dabei hilft.

Man kann noch so vorsichtig sein, kann sich noch so warm anziehen – am Hatschi kommt man selten vorbei. Doch hört man immer wieder von Leuten, die seltener als andere von Infekten heimgesucht werden. Neulich begegnete mir eine Frau am See, barfuß! Bei knapp zehn Grad. Sie trug einen Bademantel über dem nassen Badeanzug, schüttelte das Haar und sagte, dass sie das bis in den Winter hinein so mache. Erkältet war sie übrigens schon seit Jahren nicht mehr.

Der Volksmund nennt das Abhärtung, und er liegt genau richtig. Das Immunsystem wird durch Herausforderungen trainiert. Doch Vorsicht: Es kommt darauf an, ob Sie zu den Menschen gehören, deren Abwehrkräfte durch solche Badeaktionen trainiert oder eher strapaziert werden. Was manche hart macht, schwächt andere. Jeder muss für sich selbst herausfinden, ob solche Prozeduren ratsam sind.

Was man sonst tun kann:

Die Basis eines funktionierenden Immunsystems ist eine gesunde Ernährung. Wir brauchen vor allem das bekannte Vitamin C, um stark zu sein gegen Erkältungs-Viren. Vitamin C findet sich in Obst und Gemüse. Wer mehr tun will, kann es beispielsweise mit Sanddorn probieren. Sanddorn gibt es in vielfältiger Weise: als Tee, Saft, Sirup, Bonbons, Tabletten und Marmelade. Sanddornsaft oder Sanddornmus sind am wenigsten verarbeitet und enthalten deshalb noch die meisten Wirkstoffe!

Sanddorn wird auch die „Zitrone des Nordens“ genannt, denn die säuerliche Frucht besitzt zehnmal mehr Vitamin C als eine Zitrone! Neben Vitamin C liefert Sanddorn fast alle B-Vitamine, auch Folsäure, und ist reich an fettlöslichen E-Vitaminen und Carotinen. Für die fettlöslichen Vitamine A und E liefert Sanddorn das Fett gleich mit, daher kann der Körper diese Vitamine sofort verarbeiten. Außerdem enthält das Sanddornfruchtfleisch eine Fülle verschiedener Mineralstoffe wie Kalzium, Eisen, Magnesium, Mangan und sekundäre Pflanzenstoffe. Übrigens: Sanddorn ist ein gutes Beispiel dafür, dass so ein Mix an natürlichen Nährstoffen gesünder ist als der Zusatz über Nahrungsergänzungsmittel.