Weitere Milliarden für Hypo Real Estate

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München. Der angeschlagene Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate scheint ein Fass ohne Boden zu sein. Die Bank erhält nochmals zehn Milliarden Euro aus dem Rettungsfonds für Banken. Damit türmen sich alle staatlichen Hilfen und Garantien zu einer gigantischen Summe auf.

Der angeschlagene Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) erhält nochmals zehn Milliarden Euro aus dem Bankenrettungsplan der Bundesregierung. Der Rettungsfonds SoFFin habe den Garantierahmen für die Bank entsprechend erweitert, teilte das Unternehmen am Mittwoch in München mit. Insgesamt beläuft sich der Garantierahmen durch den SoFFin damit auf 52 Milliarden Euro.

Insgesamt haben sich bei der HRE staatliche Bürgschaften und Kapitalspritzen von mehr als 100 Milliarden Euro aufgetürmt. Zudem laufen laut HRE weitere Gespräche mit dem SoFFin über die Gewährung «längerfristiger und umfassender Maßnahmen zur Liquiditätssicherung und Kapitalunterstützung».

Bank wird mit 102 Milliarden Euro Staatshilfe am Leben gehalten

Die Bundesregierung hatte zuletzt eine Komplettübernahme der HRE nicht ausgeschlossen. Ein Spitzentreffen unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Zukunft des Instituts vor einer Woche hatte kein konkretes Ergebnis gebracht. Die Bundesregierung ringt seit Wochen um einen Einstieg bei der HRE.

Das Finanzmarktstabilisierungsgesetz begrenzt eine Staatsbeteiligung ohne Zustimmung der Altaktionäre bisher auf 33 Prozent. Durch eine Enteignung könnte die Bank vollständig durch den Staat übernommen werden. Einen Entwurf mit einer solchen Änderung des Gesetzes hat das Finanzministerium bereits erarbeitet. (afp/ddp)

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