Warum immer noch Flugzeuge mit Air-Berlin-Design fliegen

Noch sind Air-Berlin-Maschinen im Einsatz – allerdings für Eurowings.
Noch sind Air-Berlin-Maschinen im Einsatz – allerdings für Eurowings.
Foto: Ralf Hirschberger / dpa
Air Berlin ist als Fluggesellschaft Geschichte. Maschinen mit dem rot-weißen Design sind immer noch unterwegs – aber nicht mehr lange.

Berlin.  Das Insolvenzverfahren läuft längst – doch aus dem Bild an den Flughäfen ist die Pleite-Fluggesellschaft Air Berlin noch nicht ganz verschwunden.

Denn: Rund ein Jahr nach dem letzten Flug eines Air-Berlin-Jets sind noch immer Flugzeuge im typischen rot-weißen Design des einstigen Vorzeige-Unternehmens unterwegs. Sie sind allerdings längst für die Lufthansa-Tochter Eurowings im Einsatz.

„Einige wenige Maschinen müssen noch auf ihre Eurowings-Lackierung warten. Das hängt damit zusammen, dass wir die Maschinen im Sommerflugplan nicht aus dem Programm nehmen wollten“, erklärte eine Eurowings-Sprecherin auf Anfrage.

Außerdem sei es schwierig gewesen, für die Umlackierung Termine zu bekommen. Nach und nach sollen nun die letzten von insgesamt 77 übernommenen ehemaligen Air-Berlin-Flugzeugen umgespritzt werden. „Die Lackierung soll voraussichtlich Ende März kommenden Jahres abgeschlossen sein“, sagte die Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

Das Ende von Air Berlin – Chronik eines Sinkflugs

Air Berlin Chronik
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Noch 58 von einst 8000 Mitarbeitern im Dienst

Air Berlin hatte am 15. August 2017 Insolvenz angemeldet. Am 27. Oktober stellte sie ihren Flugbetrieb ein. Der letzte Flug brachte Passagiere von München nach Berlin.

Das Unternehmen Air Berlin existiert aber weiterhin. Es seien derzeit noch 58 von einst 8000 Mitarbeitern beim Unternehmen in Berlin beschäftigt, sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters Lucas Flöther, Christoph Möller. „Sie unterstützen den Insolvenzverwalter bei der Abwicklung des Unternehmens.“

So erlebten Passagiere die spektakuläre Ehrenrunde

Flug AB 7001 war der letzte Langstreckenflug von Air Berlin. So sah es für Fluggäste aus, als der Pilot in Düsseldorf noch mal für eine Ehrenrunde durchstartete.
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Es gehe vor allem darum, die zahlreichen Forderungen von Gläubigern zu prüfen. In dem Insolvenzverfahren gibt es mehr als 1,3 Millionen Gläubiger, die meisten von ihnen sind Kunden von Air Berlin, deren Flüge in der Endphase nach dem Insolvenzantrag abgesagt wurden.

Kein Zeitplan für Börsen-Rückzug

Nach wie vor ist Air Berlin auch an der Börse notiert. Zuletzt pendelte der Aktienkurs zwischen einem und zwei Cent pro Anteilsschein. Zwar ist nach Worten Möllers ein Rückzug von der Börse geplant, dafür geben es jedoch „keinen Zeitplan“. Aktionäre seien Gesellschafter, und deren Forderungen würden im Insolvenzverfahren nachrangig berücksichtigt, erläuterte der Sprecher.

Auch der Verkauf des Markennamens „Air Berlin“ dürfte ganz am Ende des Insolvenzverfahrens stehen. Bis auf weiteres werde der Name vor allem für eine Internetseite als Anlaufstelle für die Gläubiger gebraucht. (W.B./dpa)

 
 

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