Vodafone gewinnt eine halbe Million neue DSL-Kunden

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Düsseldorf. Vodafone profitiert von der großen Nachfrage nach schnellen Internetanschlüssen: Der Mobilfunkkonzern steigerte im vergangenen Jahr die Zahl seiner DSL-Kunden deutlich. Um künftig noch mehr Menschen zu erreichen, soll besonders in ländlichen Gebieten investiert werden.

Der Mobilfunkanbieter Vodafone Deutschland und seine Festnetz-Tochter Arcor haben 2008 von der anhaltenden Nachfrage nach schnellen Internetanschlüssen profitiert. Die Zahl der DSL-Kunden sei um rund 520.000 auf rund 3,0 Millionen gestiegen, teilte der Konzern am Dienstag in Düsseldorf mit. Mobilfunk nutzten insgesamt 36,2 Millionen Vodafone-Kunden. Das sei im Vorjahresvergleich ein Plus von rund 2,2 Millionen.

Investitionen angekündigt

Friedrich Joussen, Vorsitzender der Geschäftsführung Vodafone Deutschland und Arcor-Vorstandsvorsitzender sagte, «wir stehen in den Startlöchern, in die neuen Breitbandnetze für die Städte und die Versorgung der ländlichen Gebiete zu investieren». Dafür seien schnelle Entscheidungen der Politik für ordentliche Rahmenbe­dingungen nötig, forderte er.

Breitband-Gipfel bei Merkel

Führende Vertreter der deutschen Telekommunikationsbranche treffen sich am Dienstag einem Medienbericht zufolge im Bundeskanzleramt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einem sogenannten DSL-Gipfel. Dabei soll es um den schnellen Breitband-Ausbau in Deutschland gehen. Merkel wolle mit den Teilnehmern, darunter der Vodafone-Chef, Telekom-Chef René Obermann und die Spitzen der Branchenverbände Bitkom und VATM, beraten, wie sich die Vorgaben des zweiten Konjunkturpaketes erfüllen lassen. Danach sollen bis spätestens Ende 2010 die bislang nicht versorgten Gebiete in Deutschland mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen abgedeckt sein.

Wie Joussen am Dienstag weiter sagte, spreche Vodafone Deutschland gegenwärtig nicht mit dem kleineren Wettbewerber Freenet über eine Übernahme von dessen Breitbandgeschäft. Vodafone Deutschland sei glücklich über den eigenen DSL-Kunden-Zuwachs. Daher sei sich das Unternehmen nicht sicher, ob ein solcher Konsolidierungsschritt notwendig wäre. Joussen wollte jedoch nicht ausschließen, das Breitband-Geschäft von Freenet im Falle einer weiteren Konsolidierung des deutschen DSL-Marktes künftig doch noch zu kaufen - allerdings nur zu einem angemessenen Preis, wie er hinzufügte. (ddp)

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