Sicher durch den Winter: So überstehen Sie jede Autopanne

Eine Autopanne kommt unvermittelt und immer unpassend. Mit wenigen Hilfsmitteln können sich Autofahrer aber bei einem unfreiwilligen Stop behelfen.
Eine Autopanne kommt unvermittelt und immer unpassend. Mit wenigen Hilfsmitteln können sich Autofahrer aber bei einem unfreiwilligen Stop behelfen.
Foto: Getty
Wer mit dem Auto liegen bleibt, ärgert sich. Autofahrer können sich aber auf diese Situation vorbereiten – so ist die Panne schnell überstanden.

Essen.. Es ist ärgerlich: Der Motor springt nicht an oder das Auto bleibt wegen einer Panne liegen. Besonders bei Minustemperaturen ist das unangenehm. Aber auf diesen Fall können sich Autofahrer einstellen. Wir geben Tipps, damit Sie mit dem Auto gut durch den Winter kommen.

Was sollte ich im Winter immer im Auto dabei haben?

1. Versagt die Batterie, muss nicht zwangsläufig ein Pannenhelfer gerufen werden. Oft kann mit einem Überbrückungskabel Starthilfe gegeben werden. Hier lohnt es sich etwas mehr Geld zu investieren, denn je dicker das Kabel, desto besser. Doch Vorsicht: Das schwarze und das rote Kabel müssen bei der Überbrückung in der richtigen Reihenfolge an die Pole geklemmt werden. Ansonsten kann die Bordtechnik teuren Schaden erleiden.

2. Für einige Autofahrer könnte sich auch die Anschaffung eines Powerpacks lohnen. Sollte die Autobatterie zu wenig Spannung haben, kann das externe Ladegerät Starthilfe geben. Das funktioniert in der Regel aber nur, wenn die Spannung nicht zu tief abgesackt ist. Günstige Powerpacks gibt es für rund 80 Euro.

3. Bei langen Fahrten schadet es nicht, umfangreichere Vorbereitungen zu treffen. Bleibt der Wagen liegen, sind warme Kleidung und Decken mitunter die letzte Rettung vorm Unterkühlen. Auch eine Thermoskanne mit heißem Tee oder Kaffee und Butterbrote helfen, um längere Wartezeiten zu überstehen.

4. Hat der Motor keinen Schaden genommen, kann der Wagen über das Gebläse warm gehalten werden. "Es ist wichtig, das Auto gut betankt zu haben, wenn man auf längere Tour geht", sagt Simone Wans vom ADAC Nordrhein. Eventuell ist es sogar ratsam, einen Reservekanister zu befüllen.

5. Geht die Fahrt in schneebedeckte Gebiete, können eine Schneeschaufel und Schneeketten hilfreich sein. Um eine eventuelle Unfallstelle abzusichern, sollten Autofahrer außerdem immer ein Warndreieck und Warnwesten dabei haben – das ist zudem in der Straßenverkehrsordnung vorgeschrieben.

6. Eiskratzer, Handfeger, Taschenlampe und Türschlossenteiser sollten in jedem Falle zur Standardausrüstung gehören. Und: "Der Enteiser sollte natürlich nicht im Auto aufbewahrt werden", erinnert Wans. Wird letztlich doch ein Pannenhelfer benötigt, ist der Akku des Smartphones hoffentlich vollgeladen. Ansonsten kann Hilfe von einer Notrufsäule aus gerufen werden.

Was kann ich tun, wenn ich mit dem Auto liegen bleibe?

Ruhe bewahren. Wer Mitglied bei einem Automobilclub ist oder eine entsprechende Versicherung hat, kann deren Service in Anspruch nehmen, ohne dass weitere Kosten entstehen. Wer kein Club-Mitglied ist, muss dagegen für Starthilfe und Abschleppen zahlen. Für ADAC-Kunden gilt: Sie sollten nicht länger als eine Stunde warten müssen.

Eine echte Alternative kann das lokale Taxiunternehmen sein. Manche Fahrer haben starke Powerpacks und können Starthilfe geben. "Früher wurden wir oft gerufen, aber das ist weniger geworden", sagt Michael Rosmanek von Taxi Essen. In der Regel werde vorher ein Festpreis von rund 20 Euro vereinbart. Taxis sind häufig schneller vor Ort, weshalb auch der AQutomobilclubs manchmal ein Taxiunternehmen beauftragen.

Wie kann ich mein Auto für den kalten Winter rüsten?

Die kalten Temperaturen machen vielen Autobatterien stark zu schaffen. Hat ein Auto schon bei Plusgraden Schwierigkeiten zu starten, wird das Anlassen bei Eis und Schnee zusehends problematisch.

In der Statistik des ADAC ist eine leere oder zu schwache Batterie mit Abstand die häufigste Pannenursache. "Autos werden immer schlechter gewartet, gerade die älteren", sagt Heinz-Gerd Lehmann, Techniker beim ADAC. Er empfiehlt das Ladesystem bei einem Check in der Werkstatt überprüfen zu lassen. Die Kosten dafür liegen bei etwa 30 Euro.

Für ausreichend Frostschutzmittel sollte außerdem gesorgt sein, damit das Wischwasser und die Flüssigkeit in der Kühleranlage nicht gefrieren. Daneben sind auch gute Winterreifen wichtig. Sie sollten mindestens ein Profil von vier Millimetern haben und nicht zu alt sein – denn altes und hartes Gummi kann brüchig werden und verliert damit seinen Grip im Schnee.

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