Klimawandel: Umweltbundesamt hat drastische Pläne – SO soll CO2-Ausstoß zurückgehen

Klimawandel: Mit den Plänen soll der CO2-Ausstoß gesenkt werden. (Symbolbild)
Klimawandel: Mit den Plänen soll der CO2-Ausstoß gesenkt werden. (Symbolbild)
Foto: imago images / Gottfried Czepluch

Unwetter, extreme Hitzewellen und Starkregen: Das Klima verändert sich spürbar. Vor allem der Mensch wird für den Klimawandel verantwortlich gemacht. Denn es sind gerade Autos, die zu viel CO2 ausstoßen.

Um den Klimawandel aufzuhalten, will die Politik den CO2-Ausstoß reduzieren. Erst kürzlich veröffentlichte die Große Koalition deshalb das sogenannte Klimaschutzpaket, das Spritpreise ab 2021 steigen lassen soll. Im Gegenzug wird die Pendlerpauschale ab dem 21. Kilometer erhöht.

Klimawandel: Umweltbundesamt mit extremen Plänen

Am Donnerstag hat dann das Umweltbundesamt ein gut 30 Seiten langes Positionspapier rausgegeben, das noch viel drastischere Änderungen vorsieht.

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Das Papier mit dem Titel „Kein Grund zur Lücke - So erreicht Deutschland seine Klimaschutzziele im Verkehrssektor für das Jahr 2030“ fordert ein Tempolimit von 120 km/h auf den Autobahnen. Weiter will es die Pendlerpauschale und Steuerprivilegien abschaffen. Dafür soll die LKW-Maut deutlich teurer werden. So sollen Waren zunehmend mit Zügen und nicht mehr mit LKWs transportiert werden.

Außerdem plant das Umweltbundesamt eine Quote für neue Elektroautos. Diese soll die Autohersteller dazu verpflichten, dass 70 Prozent ihrer auf den Markt kommenden Autos ab dem Jahr 2030 Elektroautos sein werden.

Die wohl größte Änderung wird die Autofahrer direkt betreffen: Denn bis 2030 soll Diesel um über 70 Cent und Benzin fast 50 Cent teurer werden. Das Klimaschutzpaket der Bundesregierung sieht dagegen einen stufenweisen Ansteig des CO2-Preises vor, was die Spritpreise erstmal um drei Cent pro Liter ansteigen lassen soll.

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Das Positionspapier des Umweltbundesamtes wurde im Juni erstellt, ist aber erst jetzt rausgekommen. Zuerst hatte die Süddeutsche Zeitung daraus zitiert.

Pläne nicht unumstritten

Das Klimapaket 2030 wurde zwar bereits vereinbart, doch sucht der Bundesrat noch nach Kompromissen zum Beispiel zur Pendlerpauschale. Deutschland plant schließlich, die klimaschädlichen Treibhausgase bis 2030 um 55 Prozent zu reduzieren.

Umweltorganisationen dürfte das Ziel der Bundesregierung nicht ausreichen. Denn sie unterstützen die Pläne des Umweltbundesamts. Benjamin Stephan von Greenpeace sagt: „Das aktuelle Gutachten des Umweltbundesamts unterstreicht eindrücklich, wie notwendig grundlegende Nachbesserungen des Klimapakets sind.“ Jens Hilgenberg vom BUND erklärt, die Pläne des Umweltbundesamts stimmen sich „in weiten Teilen“ mit Standpunkten seiner Organisation überein.

Kritik an den Vorschlägen des Umweltbundesamts kommt dagegen vom ADAC. Der Autoclub ist der Meinung, die Vorschläge würden an der Lebenswirklichkeit vieler Menschen vorbeigehen. (nk/dpa)

 
 

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