Hacker-Angriff: Viele Telekom-Kunden in NRW noch ohne Netz

Wie viele Router von Telekom-Kunden aus NRW angegriffen worden sind, kann das Unternehmen noch nicht sagen.
Wie viele Router von Telekom-Kunden aus NRW angegriffen worden sind, kann das Unternehmen noch nicht sagen.
Foto: dpa
  • Störungen bei Telekom-Routern dauerten am Dienstag an – Schwerpunkt im Ruhrgebiet
  • Telekom kann nicht sagen, wie viele Kunden in NRW vom Hackerangriff betroffen waren
  • Verbesserte Sicherheitssoftware soll Neuinfektion von Routern verhindern

NRW.. Nach dem Hackerangriff auf Telekom-Router sind immer noch nicht alle Kunden wieder am Netz. Seit Montag werden Software-Updates auf betroffene Router gespielt. "Das Verfahren ist zeitaufwendig. Bis der letzte Router aktualisiert ist, wird es noch dauern", teilt Unternehmenssprecher Philipp Blank mit.

Kundendaten nach ersten Erkenntnissen nicht gestohlen

Bundesweit waren 900.000 Kunden von dem Angriff betroffen. Ihre Router stürzten nach der Attacke ab. Die Folgen: Telefon und Internet fielen aus. Laut einer Übersicht der Seite allestörungen.de ist in NRW immer noch das Ruhrgebiet mit den Städten Essen und Bochum ein Schwerpunkt der Ausfälle.

Wie viele Kunden in NRW ohne Netz waren oder es immer noch sind, kann die Telekom am Dienstagmittag nicht sagen. Nach Firmenangaben waren in Deutschland vier Prozent der Nutzer von Störungen betroffen.

Erste Erkenntnisse des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) deuten darauf hin, dass hinter der Hacker-Attacke das Mirai-Netzwerk steckt. Die Telekom teilte auf Nachfrage mit, dass der Angriff nicht erfolgreich gewesen sei. Nach dem heutigen Kenntnisstand seien keine Kundendaten gestohlen worden, so Telekom-Sprecher Blank. Derzeit läuft die Analyse, ob ein solcher Angriff hätte verhindert werden können.

Was müssen Nutzer nach dem Hacker-Angriff tun?

"Wir haben im Netz einige Filtermechanismen implementiert, die eine Neuinfektion verhindern", sagt Thomas Tschersich, Leiter der Gruppe Sicherheit bei der Telekom. Die verbesserte Sicherheitssoftware soll nach Telekom-Angaben automatisch aufgespielt werden, wenn der Router für kurze Zeit vom Stromnetz genommen wird.

Zahlreiche Kunden berichten allerdings davon, dass die Störungen nach wenigen Minuten erneut auftreten würden. Ein Download der Software steht auf der Seite der Telekom zur Verfügung.

Für Kunden, die auch einen Mobilfunkvertrag bei dem Bonner Unternehmen haben, gibt es zumindest vorläufig einen anderen Weg ins Internet: Online können sie sich für einen Tagespass mit unbegrenztem Datenvolumen freischalten lassen.

 
 

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