Vapiano in der Krise: Experte äußert sich zu Plänen der Restaurantkette

Foto: imago/STPP
  • Vapiano schreibt rote Zahlen
  • Experte spricht über die Pläne des Unternehmens
  • In Zukunft wird sich einiges bei der Restaurantkette ändern

Köln. Die Restaurantkette Vapiano steckte in der Krise. Nachdem das Unternehmen im letzten Jahr rote Zahlen schrieb, will der neue CEO Cornelius Everke die Kette mit drastischen Schritten wieder auf ihren alten Kurs bringen.

Die Wirtschaftswoche hat am Mittwoch mit Moritz Dietl über die Situation bei Vapiano gesprochen. Er ist Geschäftsführer bei Treugast Solutions Group, einer Beratungsfirma für Hotellerie und Gastronomie.

Vapiano-Ecperte: Konzept muss überarbeitet werden

Was ist Vapiano los? Laut Dietl liegt das grundlegende Problem im Konzept der Restaurantkette.

Im Prinzip handelt es sich bei Vapiano um eine Kantine mit hübscherem Ambiente. Für die Kunden geht das Preis-Leistungs-Verhältnis allerdings nicht mehr auf.

Für Kunden rechnet sich das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht mehr

Die Preise der Speisen sind vielen Gästen in Relation zu den Wartezeiten und Service-Angeboten schlicht zu hoch.

Um lange Wartezeiten zu minimieren, will Neu-CEO Cornelius Everke sich auf Klassiker fokussieren und Gerichte von der Karte streichen, die eine zu lange Kochzeit benötigen (wir berichteten).

Abwechslung auf der Speisekarte muss gesichert sein

Für Dietl kann dies durchaus dazu beitragen, einen Weg aus der Krise zu finden. Er weist aber darauf hin, dass eine ausreichende Abwechslung der Speisen wichtig für die Gäste ist.

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Keine Neueröffnungen mehr in Kleinstädten geplant

Weiterhin will Vapiano die Frequenz von Neueröffnungen runterschrauben. Künftig sollen neue Filialen hauptsächlich in Großstädten eröffnet werden.

Der Gastronomie-Experte denkt, dass das Konzept auch in kleineren Städten funktionieren kann. Wichtig ist dabei, einen Standort mit hoher Kundenfrequenz auszuwählen.

Bei Franchise-Systemen steht die Qualitätskontrolle an oberster Stelle

Die Wirtschatswoche fragt weiter, ob die künftig geplante Erweiterung der Zusammenarbeit mit Fanchisenehmern überhaupt funktionieren kann, wenn das Konzept noch nicht vollständig ausgearbeitet ist.

Die Auswahl der Franchisenehmer spiele dabei eine große Rolle. Außerdem ist die Qualitätskontrolle von enormer Wichtigkeit für ein Franchise-System.

Geschlossene Küchensysteme ermöglichen schnellere Abläufe

Mit L'Osteria haben ehemalige Vapiano-Manager einen starken Konkurrenten auf die Beine gestellt. Auf die Frage, weshalb es beim Konkurrenten läuft, weiß Dietl eine schlüssige Antwort.

Im Gegensatz zu Vapiano betreibt L'Osteria kein „Front-Cooking“. Abeschlossene Küchenbereiche ermöglichen schnellere Zubereitungszeiten und kommen im Durchschnitt mit weniger Köchen aus. (db)

 
 

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