US-Manager wettet Milliarden auf Dax-Crash – und gruseligerweise hat er Erfolg

Ist der Deutsche Aktien Index wegen einer Wette zusammengebrochen? (Symbolbild).
Ist der Deutsche Aktien Index wegen einer Wette zusammengebrochen? (Symbolbild).
Foto: Christoph Schmidt / dpa
Ein Manager wettet auf den Verfall deutscher Aktien. Der DAX bricht daraufhin ein. Hat der Manager eventuell nachgeholfen?

Berlin.  Was steckt hinter dem Verfall des Deutschen-Aktien-Index (Dax)? Wie „Spiegel Online“ berichtet, soll ein amerikanischer Hedgefonds-Manager auf fallende Aktienkurse, insbesondere in Deutschland, gewettet haben – und damit womöglich selbst Einfluss auf den Index genommen haben.

Die Talfahrt des Dax’ startete Anfang des Jahres. Genau zu dem Zeitpunkt wettete Bridgewater-Associates-Chef Ray Dalio im großen Stil auf sinkende Aktienkurse von Dax-Konzernen – mit mehreren Milliarden Dollar. Bis heute hat sich der Dax nicht erholt. Zufall – oder hat die Wette des Fondsmanagers zumindest über Umwege selbst zum Kursverfall geführt?

Ray Dalio erhöht seinen Wetteinsatz

Dalio sicherte sich so genannte Short-Positionen, mit denen sich auf Wertverlust von Finanzprodukten wetten lässt. Der Gewinn kommt zustande, in dem zunächst geliehene Wertpapiere verkauft, und diese später, wenn die Wette auf den gesunkenen Kurs Erfolg hatte, zu einem günstigeren Preis wieder zurückgekauft werden. Bei der Höhe der Investition von Dalio lässt sich auf diese Weise sehr, sehr, sehr viel Geld machen.

Fakt ist, Dalio hat laut Bundesanzeiger sein Investment in Dax-Unternehmen wie BASF und Siemens nun noch aufgestockt. Sprich: seinen Wetteinsatz erhöht. Insgesamt soll er mit mehr als zwölf Firmen spekulieren.

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Der Grund für seine Investitionen: Dalio glaube nicht an die gute europäische Konjunktur, wie sie von vielen Experten erwartet wird. Auch der hohe Wert des Euros gegenüber des Dollars sei abträglich. (ln/jei/ba)