TUI: Unternehmen trifft radikale Entscheidung – Tausende Mitarbeiter verlieren ihren Job

TUI hat durch die Corona-Krise ordentlich einstecken müssen. (Symbolbild)
TUI hat durch die Corona-Krise ordentlich einstecken müssen. (Symbolbild)
Foto: imago images / localpic

Die Zahlen, die der Touristik-Konzern TUI am Mittwoch vermeldet, sind alles andere als gut. Etwa zwei Monate lang stand dort der Betrieb wegen der Corona-Krise still. Das hat schlimme Auswirkungen auf Tausende TUI-Mitarbeiter.

In den kommenden Tagen sollen die ersten TUI-Hotels auf Sylt und in Mecklenburg-Vorpommern wieder öffnen. Auch in Europa soll der Betrieb des Konzerns wieder anlaufen – unter strengen Auflagen. TUI hat deshalb ein 10-Punkte Katalog für Hygiene- und Schutz-Maßnahmen entwickelt.

Fritz Joussen, TUI-Vorstandsvorsitzender: „Sicherheit und Wohlergehen unserer Gäste und Mitarbeiter auf der ganzen Welt haben weiterhin höchste Priorität. Sommerurlaub in Europa kann jetzt schrittweise wieder möglich gemacht werden – verantwortungsvoll und mit klaren Regeln. Die Nachfrage nach Urlaub ist weiterhin sehr groß. Die Menschen wollen reisen.“

TUI: Minus von 175 Prozent

Laut TUI startet die Reise-Saison zwar später, könnte dafür aber verlängert werden. Und das braucht das Unternehmen auch. Denn von Oktober bis März war der Umsatz von Tui im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ganze 175 Prozent auf minus 828,7 Millionen Euro abgerutscht.

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Das ist TUI:

  • Der Touristik-Konzern ist in über 100 Ländern tätig
  • Sitz von TUI ist in Deutschland
  • Weltweit arbeiten dort über 70.000 Mitarbeiter
  • TUI betreibt über 400 Hotels und Resorts sowie 18 Kreuzfahrt-Schiffe
  • Außerdem gehören fünf Fluggesellschaften zu TUI
  • Es gibt 1600 Reisebüros von TUI

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Auch ist das Sommerprogramm bisher nur zu 35 Prozent gebucht worden. Um diese Zahlen zu überbrücken, hat der Konzern 1,8 Milliarden Euro bei der KfW-Bank beantragt.

Besonders hart trifft das die Mitarbeiter von TUI, die jetzt um ihren Job bangen müssen. Joussen: „Unsere sogenannten Overhead-Kosten wollen wir dauerhaft über den gesamten Konzern um 30 Prozent reduzieren. Weltweit wird das Auswirkungen auf rund 8000 Stellen haben, die wir nicht besetzen oder abbauen.“

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Eine Prognose kann und will TUI aufgrund der anhaltenden Pandemie nicht abgeben. Doch Joussen ist optimistisch: „Wir waren vor der Krise wirtschaftlich sehr erfolgreich und werden es auch nach dem Ende der Krise wieder sein. Wir haben ein funktionierendes und erfolgreiches Geschäftsmodell und über 21 Millionen treue Kunden, die unserer starken Marke vertrauen.“ (ldi)

 
 

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