Türkei: Behörden nehmen VW, Audi und Co. ins Visier – will sich Erdogan DAFÜR rächen?

Türkei: Will sich Recep Tayyip Erdogan an VW rächen? (Symbolbild)
Türkei: Will sich Recep Tayyip Erdogan an VW rächen? (Symbolbild)
Foto: imago images / Xinhua

Behörden aus der Türkei haben die großen deutschen Automobilhersteller ins Visier genommen.

Nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu haben die Wettbewerbsbehörden aus der Türkei Ermittlungen gegen VW, Audi, Mercedes, BMW und Porsche aufgenommen. Es steht im Raum, dass dahinter ein Racheakt des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan steckt. Darüber berichtet unser Partnerportal News38.

Türkei: Behörden ermitteln gegen VW, Audi und Co. – das steckt dahinter

Demnach wollen die türkischen Behörden prüfen, ob die großen deutschen Autobauer gegen das Wettbewerbsgesetz verstoßen haben könnten. Anadolu zufolge gehe es um den Austausch sensibler Informationen und um angebliche Mängel in der Zusammenarbeit bei Sicherheit und Umwelt.

Konkrete Details zu den Ermittlungen wurden jedoch nicht genannt. Der Zeitpunkt der Ermittlungen lässt indes aufhorchen und lenkt den Verdacht auf eine Beteiligung des türkischen Präsidenten, heißt es im „Focus“.

------------------------------------

• Mehr Türkei-Themen:

Türkei-Urlaub: Reiseveranstalter trifft extreme Entscheidung – Urlauber bekommen ab Montag tatsächlich...

Türkei: Erdogan erhebt neue Anklage gegen Box-Europameister – „Nur noch peinlich!“

Türkei: Jetzt macht Erdogan ernst! Er will tatsächlich...

-------------------------------------

VW sagt Fabrikbau in der Türkei ab – rächt sich Erdogan?

Denn erst am Mittwoch hat VW den lange geplanten Bau eines Werks in der Türkei abgesagt. Dabei wurde auf Volkswagen-Seite mehrfach betont, dass man in „finalen“ Gesprächen zum Bau der Fabrik in Manisa bei Izmir sei. Rund 4.000 Arbeitsplätze sollten hier entstehen. Die Wolfsburger hatten bereits eine türkische Tochtergesellschaft gegründet und im Handelsregister eingetragen.

Wegen der Corona-Krise lagen die Verhandlungen dann auf Eis. Am Mittwoch schließlich die Absage. „Hintergrund ist der durch die Corona-Krise erfolgte Einbruch der globalen Automobilnachfrage“, heißt es beim Automobil-Giganten aus Wolfsburg.

+++ Corona: Jetzt auch HIER Corona-Fälle in Schlachthöfen ++ Düstere Prognose von Bitburger-Chef +++

Dem türkischen Präsidenten dürfte die Entwicklung nicht schmecken. Bereits in der Vergangenheit habe er ausländischen Firmen gedroht, berichtet der „Focus“. Ob er nun die Ermittlungen der türkischen Behörden in Auftrag gegeben hat?

Wie VW auf die Ermittlungen der Behörden in der Türkei reagiert hat, erfährst du hier bei News38 >>> (ak mit dpa)

 
 

EURE FAVORITEN