Südwestfalen verliert einen Visionär

Iserlohn..  Die verbale Adelung des Campus-Symposiums hat er noch miterlebt: CDU-Landeschef Armin Laschet hat die Veranstaltung im September, in Anlehnung an den Weltwirtschaftsgipfel im Schweizer Kurort, als „Davos des Sauerlands“ bezeichnet. Jetzt ist der Gründer der internationalen Konferenz in Iserlohn, der Unternehmer Dietrich Walther, nach schwerer Krankheit, aber doch überraschend im Alter von 74 Jahren gestorben.

Walther verband viele Eigenschaften, die sich auf den ersten Blick ausschließen, genau deshalb aber Erfolg ausmachen können: Er war ebenso Visionär, wie er bodenständig war. Er war ein Förderer und Motivator, der dem Schwung anderer eine Richtung geben konnte. Er war über die Grenzen der Region hinaus angesehen.

Als Unternehmer hat er Höhen und Tiefen durchlebt: Er baut die Gold-Zack Werke AG, die aus der Gummibandfabrik Cosmann und der Gummibandweberei Villbrandt & Zehnder hervorging, zum Aktienemissionshaus um und verdient ein Vermögen; als die Blase um den Neuen Markt Anfang der 2000er-Jahre platzt, muss Gold-Zack Insolvenz anmelden. Walther übersteht den Niedergang. Die Gründung der privaten Hochschule BiTS im Jahr 2000 in Iserlohn ist vielleicht der eigentliche Meilenstein in seinem Lebenswerk; 2005 findet das erste Campus-Symposium statt. Die Wirtschaftskonferenz führt Persönlichkeiten aus der internationalen Politik, Wirtschaft und Kultur in die Region. Studierende der BiTS organisieren das Symposium und besorgen die Sponsoren – die Honorare der Gäste sind teils horrend. Hinter dem Team steht Walther mit Rat und Tat. Bis zum Schluss, Die erfolgreiche Weiterführung ist sein Vermächtnis.

 
 

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