Studie: Digitalisierung zerstört gut drei Millionen Jobs

Arbeiter am Fließband in einem VW-Werk. Auch in der Autobranche brechen mehr und mehr Jobs durch die Digitalisierung weg.
Arbeiter am Fließband in einem VW-Werk. Auch in der Autobranche brechen mehr und mehr Jobs durch die Digitalisierung weg.
Foto: Heiko Lossie / dpa
Eine Umfrage des Verbands Bitkom unter deutschen Firmen malt eine schwarze Zukunft für Arbeitnehmer: Jeder zehnte Job falle bald weg.

Berlin.  Die zunehmende Digitalisierung vernichtet einer Studie zufolge in Deutschland viele Arbeitsplätze. Rund 3,4 Millionen Stellen fallen allein in den kommenden fünf Jahren weg, weil Roboter oder Algorithmen die Arbeit übernehmen, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Freitag unter Berufung auf eine Umfrage des IT-Verbands Bitkom unter 500 deutschen Unternehmen berichtete. Jede vierte Firma sieht sich demnach durch die Digitalisierung sogar in ihrer Existenz bedroht.

Laut Bitkom gibt es in der Kommunikationstechnik derzeit noch 20.000 Arbeitsplätze, nach 200.000 Stellen Mitte der 1990er Jahre. „Wir haben in nur fünfzehn Jahren 90 Prozent der Arbeitsplätze in diesem Bereich verloren – durch die Digitalisierung“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg der Zeitung.

Eine solche Entwicklung drohe als nächstes Banken und Versicherungen, aber auch der Chemie- und Pharmabranche. In den nächsten zwanzig Jahren werde die Hälfte aller Berufsbilder wegfallen. (rtr)