Streit um Gehälter bei Vonovia

Düsseldorf..  Die Gewerkschaft Verdi erhöht den Druck auf das Wohnungsunternehmen Vonovia, dem sie Tarifflucht und die Behinderung gewerkschaftlicher Arbeit vorwirft (WAZ berichtete). Landesfachbereichsleiterin Andrea Becker kündigte gestern in Düsseldorf an, Vonovia zu offiziellen Tarifverhandlungen aufzufordern.

Nach Angaben der Verdi-Expertin werden nur noch 20 Prozent der rund 6000 Vonovia-Beschäftigten nach dem Tarifvertrag für die Wohnungswirtschaft bezahlt. Das führe zu Verdienstunterschieden zwischen 200 und 500 Euro und abweichenden Arbeitszeiten. „Wir haben die Befürchtung, dass dieses Beispiel in der Branche Schule macht“, so Becker. Verdi will sich zunächst die Vonovia-Gesellschaften Kundenservice und Immobilienservice vornehmen.

Der Konzern selbst verteidigt sein Entlohnungssystem: „Wir zahlen gute und marktübliche Gehälter. Unsere Mitarbeiter verdienen heute mehr als bei externen Dienstleistern“, so eine Sprecherin.

 

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