Streiks im öffentlichen Dienst - Schweigemarsch statt Demo

Schweigeminute für die Opfer des Airbus-Absturzes in den Alpen: Statt eines Demozuges gab es einen Schweigemarsch der Angestellten des öffentlichen Dienstes.
Schweigeminute für die Opfer des Airbus-Absturzes in den Alpen: Statt eines Demozuges gab es einen Schweigemarsch der Angestellten des öffentlichen Dienstes.
Foto: dpa
3000 Angestellte des öffentlichen Dienstes sind am Mittwoch in Düsseldorf auf die Straße gegangen. Statt einer Demo gab es aber einen Schweigemarsch.

Düsseldorf.. Mit einem Schweigemarsch haben 3000 öffentlich Bedienstete am Mittwoch in Düsseldorf für mehr Lohn demonstriert. Während Landtag und Ministerien nach dem tragischen Flugzeugabsturz alle Termine abgesagt hatten, hielt der Deutsche Beamtenbund (DBB) an der Protestveranstaltung fest, weil man bei einer Absage nicht alle Mitglieder hätte erreichen können.

„Natürlich haben wir auch an Ansage gedacht“, erläuterte DBB-Landeschef Roland Staude. Dafür sei das Zeitfenster aber zu eng gewesen. Viele Teilnehmer hätten allerdings klar gemacht, dass sie angesichts des Todes von 16 Schülern und zwei Lehrerinnen „natürlich nicht streiken wollten“, so Staude. Jetzt gehe es zuerst um die Solidarität mit den Angehörigen der Opfer.

Gedenkminute für Absturz-Opfer

Bei Kundgebungen und Warnstreiks von angestellten Lehrern und Landesbeschäftigten in Gerichten, Finanzämtern und Hochschulkliniken in Köln, Duisburg, Dortmund, Münster und Bielefeld gab es eine Gedenkminute für die Opfer des Flugzeugabsturzes. Nach Angaben des Vorsitzenden der Gewerkschaft Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, hatten viele angestellte Lehrer angesichts des Unglücks die Teilnahme an den Warnstreiks abgesagt. Auch an vielen Schulen wurde der Unterricht für eine Gedenkminute unterbrochen.

In der Bürgerhalle des Landtags legten Parlament und Landesregierung ein Kondolenzbuch aus, in dem Bürger ihrer Trauer um die Opfer Ausdruck verleihen können.

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