Sparkasse kündigt Sparverträge: Was du jetzt wissen musst

Die Sparkasse kündigt zahlreiche Sparverträge.
Die Sparkasse kündigt zahlreiche Sparverträge.
Foto: dpa

Wegen der derzeitigen Niedrigzinsphase versuchen Banken weiter, alte Verträge mit hohen Zinsen für die Kunden loszuwerden. Einige Kreditinstitute etwa versuchen alte Bausparverträge aufzulösen und neu abzuschließen. Sparkassen nehmen sich nun Prämiensparverträge vor.

In den Verträgen der Sparkasse wurden meist erhebliche Zinsen vereinbart. Dazu haben die Kontrakte oft eine lange Laufzeit von 25 oder 30 Jahren.

Sparkasse: Kunden können gegen Kündigung von Prämiensparverträgen vorgehen

Manche Prämiensparverträg sollen gar eine Laufzeig von 99 Jahren haben. Viele dieser Verträge werden nun von Sparkassen gekündigt, berichtet die Zeitschrift «Finanztest» (3/2019) der Stiftung Warentest. Kunden müssen sich das aber nicht gefallen lassen.

Der Hintergrund: Prämiensparverträge wurden in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren von vielen Sparkassen angeboten. Kunden bekommen dabei zusätzlich zu einem Grund- oder Basiszins jährlich eine Prämie.

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Diese ist umso höher, je länger der Vertrag läuft. Da solche Verträge in der derzeitigen Niedrigzinsphase aber teuer sind, wollen die Geldinstitute sie offenbar loswerden.

Nichts überstürzen!

Wer eine Kündigung erhält, sollte nicht überstürzt handeln, raten die Experten. Wichtig vor allem: das Sparkonto nicht voreilig auflösen, denn sonst berauben sich Kunden der Möglichkeit, gegen die Kündigung vorzugehen. Besser ist es, sich beraten zu lassen, zum Beispiel in einer Verbraucherzentrale.

In vielen Fällen bleibe Sparern nichts anderes übrig, als vor Gericht zu ziehen. Die Erfolgsaussichten sind allerdings unklar. Denn bisher haben Gerichte in vergleichbaren Fällen unterschiedliche Urteile gefällt. Ein höchstrichterliches Urteil des Bundesgerichtshofes liegt noch nicht vor. (dpa)

 
 

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