Sparkasse: Irrer Plan! Jetzt sollen Kunden DAS machen

Sparkassen als Aktiengesellschaft? Kommt nicht überall gut an.
Sparkassen als Aktiengesellschaft? Kommt nicht überall gut an.
Foto: imago images

Filialen werden geschlossen, Sparkassen zusammengeschlossen. Keine Seltenheit!

Auch im hohen Norden ist ein Zusammenschluss Thema - für Aufregung sorgt aber etwas anderes bei der Sparkasse.

Sparkasse: Heikler Plan trifft auf Widerstand

Die Förde Sparkasse in Kiel und die Sparkasse Mittelholstein in Rendsburg planen einen Zusammenschluss. Entsprechende Gespräche seien aufgenommen worden, teilten der Vorstandsvorsitzende der Förde Sparkasse, Götz Bormann, und der Chef der Sparkasse Mittelholstein, Sören Abendroth, mit.

Brisanz birgt, dass der Plan der beiden Vorstandschefs vorsieht, dass das gemeinsame Institut als Aktiengesellschaft geführt werden soll. „Damit könnten wir über die Ausgabe von Aktien einen wichtigen Schritt in Richtung ‚Bürger-Sparkasse‘ gehen“, so Bormann gegenüber dem „Handelsblatt“. „Kunden könnten sich so direkt an ihrer Sparkasse beteiligen.“

Sparkasse: Vorwurf der „schleichenden Privatisierung“

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Landkreistags, Hans-Günter Henneke sieht in den Plänen „immense Sprengkraft“. Henneke ist zugleich auch Vizepräsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Er sorgt sich, dass es zu einer „schleichenden Privatisierung kommunaler Sparkassen“ kommen könne.

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Deutsche Sparkassen- und Giroverband lehnt Aktiengesellschaft ab

Die Förde Sparkasse ist eine öffentlich-rechtliche Körperschaft. Dahinter stehen Städte, Gemeinden und Landkreise als Träger. Aktiengesellschaften als Rechtsform für Sparkassen lehnt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband daher ab.

+++ Börsen-Oma Beate Sander verrät – SO wird man zum Aktien-Millionär +++

Die Sparkasse Mittelholstein ist dagegen schon eine AG.

Sparkassen-Boss sieht keine Sprengkraft in möglicher Fusion

Was sagen die beteiligten Sparkassen-Bosse zu den Vorwürfen? Bormann erklärte gegenüber dem Handelsblatt: „Die Fusion hat keine Sprengkraft und keine Wirkung auf ganz Deutschland. Er sieht vielmehr einen Einzelfall und eine besondere Konstellation. Eine Sparkasse unterscheide sich „nicht so sehr von einer öffentlich-rechtlichen Sparkasse“. Es gehe auch im Fall einer Fusion den Aktionären um das Gemeinwohl der Sparkasse. (ms)

 
 

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