Skandal um Bio-Futter soll Folgen haben

Schwerin..  Nach dem erneuten Skandal um verunreinigtes Bio-Futter fordert Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) ein bundeseinheitliches Vorgehen gegenüber betroffenen Betrieben. Während im Nordosten 22 Öko-Betriebe Milch, Fleisch und Eier vorläufig nicht als Bio-Waren verkaufen dürften, hielten sich andere Bundesländer mit Sperren zurück, kritisierte ein Ministeriumssprecher in Schwerin. Backhaus werde das Thema auf der Amtschefkonferenz kommende Woche ansprechen.

Wegen Pflanzenschutzmitteln im Futter ihrer Tiere dürfen 22 Betriebe aus Mecklenburg-Vorpommern ihre Erzeugnisse vorläufig nicht mehr mit Bio-Siegel verkaufen. Das verunreinigte, aber als „Bio“ deklarierte Futter eines niederländischen Händlers sei im Oktober über den Hafen Brake (Niedersachsen) an einen großen Mischbetrieb im Nordosten geliefert worden, so Backhaus. Auch außerhalb von Mecklenburg-Vorpommern seien weitere 30 Betriebe mit dem belasteten Futter beliefert worden. Das NRW-Umweltministerium erklärte auf Anfrage, Betriebe in Nordrhein-Westfalen seien nicht betroffen.

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