Single-Mütter sind zu Abstrichen beim Job bereit

Einmal Hartz IV immer Hartz IV? Trotz vieler Zugeständnisse bei der Job-Suche ist für alleinerziehende Mütter der Weg aus der Arbeitslosigkeit sehr beschwerlich.
Einmal Hartz IV immer Hartz IV? Trotz vieler Zugeständnisse bei der Job-Suche ist für alleinerziehende Mütter der Weg aus der Arbeitslosigkeit sehr beschwerlich.
Foto: dapd
Fehlende Angebote für eine ganztägige Kinderbetreuung verhindern den Schritt Alleinerziehender aus Hartz IV. Im Vergleich mit dem Durchschnitt aller Hartz-IV-Bezieher sind alleinerziehende Mütter häufiger erwerbstätig. In den meisten Fällen handelt es sich um einen Mini-Job.

Nürnberg. 40 Prozent aller Alleinerziehenden in Deutschland sind Hartz-IV-Empfänger – fast ausschließlich Frauen. Dabei sind drei von vier arbeitssuchenden Single-Müttern bereit, einen Job unterhalb ihres fachlichen Könnens anzunehmen oder unter belastenden Bedingungen zu arbeiten. Das zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB).

Vereinbarkeit von Familie und Beruf besitzt Priorität

Demnach sind alleinerziehende Mütter, die Arbeitslosengeld II beziehen, bei der Jobsuche eher zu Zugeständnissen bereit, solange nur sie selbst direkt davon betroffen sind. Bedingungen jedoch, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erschweren wie ungünstige Arbeitszeiten, akzeptieren die meisten nicht.

Im Vergleich mit dem Durchschnitt aller Hartz-IV-Bezieher sind alleinerziehende Mütter zudem häufiger erwerbstätig. In den meisten Fällen handelt es sich aber um einen Mini-Job, der nur einen Verdienst von maximal 400 Euro im Monat erlaubt. Eine Arbeit in größerem Umfang, um den Leistungsbezug zu beenden, ist nach Angaben des IAB oft nicht möglich, da das Angebot ganztägiger Kinderbetreuung noch nicht ausreiche.

 
 

EURE FAVORITEN