Siemens weitet Kurzarbeit deutlich aus

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Berlin. Siemens will nach Medienberichten mehr Mitarbeiter in die Kurzarbeit schicken, die Zahl der zur Zeit 7.000 Kurzarbeiter könnte sich demnach verdoppeln. In den Sparten Maschinenbau und Automobilindustrie sei die Lage besonders schlecht. Betriebsbedingte Kündigungen soll es aber nicht geben.

Siemens will die Kurzarbeit von derzeit 7000 Beschäftigten deutlich ausweiten. Die Zahl könnte sich verdoppeln, sagte Siemens-Personalchef Siegfried Russwurm der «Welt am Sonntag». «Angesichts der zum Teil dramatischen Entwicklungen in Branchen wie dem Maschinenbau oder der Automobilindustrie, die wir mit einigen unserer Sparten beliefern, würde es mich nicht wundern, wenn sich die derzeitige Anzahl der Mitarbeiter in Kurzarbeit verdoppelt.» Dann würden etwa zehn Prozent der Belegschaft bei Siemens kurzarbeiten.

Der Konzern beschäftigt in Deutschland rund 130.000 Menschen. Siemens bekommt die Wirtschaftskrise immer deutlicher zu spüren. «Die Nachfrage stockt derzeit insbesondere in der Industrieautomatisierung und bei Osram.» Russwurm versicherte aber, Siemens werde in der Krise «besonnen agieren": «Betriebsbedingte Kündigungen wollen wir 2009 vermeiden.» Mittel- und langfristig seien der Mangel an Fachkräften und der demografische Wandel die größeren Herausforderungen. Siemens werde auch in diesem Jahr Mitarbeiter einstellen. Es gebe nach wie vor 2000 offene Stellen. (afp)

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