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Sechster Initiativpreis NRW für soziale Unternehmer vergeben

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Foto: Ralf Rottmann
Zum sechsten Mal haben die Düsseldorfer WGZ Bank und die NRW-Zeitungen der Funke Mediengruppe (WAZ, NRZ, WP und WR) den Initiativpreis NRW vergeben. Für ihr soziales Engagement und die Schaffung von Arbeitsplätzen wurden die LED Linear GmbH, die Norres GmbH und die KB Schmiedetechnik ausgezeichnet.

Düsseldorf. 

Sie schaffen Arbeitsplätze, engagieren sich sozial und tun etwas für die Umwelt. Die Düsseldorfer WGZ Bank und die NRW-Zeitungen der Funke Mediengruppe haben zum sechsten Mal drei mittelständische Familien-Unternehmen mit dem Initiativpreis NRW ausgezeichnet.

„Wir stehen nicht für Gewinnmaximierung, sondern fördern unsere Mitglieder und Kunden“, sagt WGZ-Vorstand Uwe Berghaus. Für die Zentralbank der Volks- und Raiffeisenbanken in NRW zählt regionale Nähe ebenso zum Geschäftsmodell wie für die Funke Mediengruppe. WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz zeigte sich deshalb von der Arbeit der ausgezeichneten Unternehmen beeindruckt: „Bindung an die eigene Scholle, Berechenbarkeit und der persönliche Handschlag sind hier noch eine Tugend. Das passt gut zu uns.“

LED Linear GmbH

Aus 48 Bewerbungen wählte die Initiativpreis-Jury die LED Linear GmbH aus Neukirchen-Vluyn auf den ersten Platz, der mit 15 000 Euro dotiert ist. Das erst 2006 gegründete Unternehmen baut LED-Leuchtsysteme. Die Kunden können aus 2,5 Millionen verschiedenen Lösungen wählen. Die Firma wächst rasant und hat inzwischen ihre Produktion nach Duisburg- Asterlagen verlagert und internationale Vertriebsstellen eröffnet.

Den Initiativpreis erhält LED Linear für den Aufbau von Arbeitsplätzen. Zwischen 2009 und 2013 wurden 60 Beschäftigte eingestellt – darunter Langzeitarbeitslose, Ältere und Schwerbehinderte. „Made in Germany ist uns wichtig“, betont Geschäftsführer Michael Kramer.

Norres GmbH

Der zweite Platz des Initiativpreises (10 000 Euro) für gesellschaftliches Engagement geht nach Gelsenkirchen: Die Norres GmbH stellt dort robuste und temperaturbeständige Spezialschläuche für die Industrie her. Unter den über 200 Beschäftigten befinden sich auch zehn Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung. „Sie sind vollständig in den Produktionsprozess integriert“, sagt Geschäftsführer Burkhard Mollen, dem es ein persönliches Anliegen ist, das Miteinander von Behinderten und Nichtbehinderten zu fördern.

KB Schmiedetechnik GmbH

Mit 5000 Euro dotiert ist der dritte Platz des Initiativpreises. Ihn erhält die KB Schmiedetechnik GmbH in Hagen. Angelika Schulte führt den 1906 gegründeten Traditionsbetrieb. Ihre 120 Mitarbeiter stellen Gesenkschmiedeteile her. Der Initiativpreis-Jury fiel das Unternehmen wegen seines gesellschaftlichen Engagements auf: Angelika Schulte hat auf dem firmeneigenen Grundstück eine Tagesstätte für behinderte und nichtbehinderte Kinder errichtet. Die Tagesstätte ist mit einem Therapiezentrum verbunden, dessen Angebote auch die Mitarbeiter nutzen können.