Schiffer wollen per Gericht gegen Schleusenstreiks vorgehen

Tarifstreit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Die jüngste Streikwelle der Gewerkschaft Verdi soll bis Samstag dauern.
Tarifstreit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Die jüngste Streikwelle der Gewerkschaft Verdi soll bis Samstag dauern.
Foto: dpa
Im Streik der Schleusenwärter wollen Binnenschiffer jetzt per Gerichtsbeschluss dafür sorgen, dass die Schleusen umgehend wieder geöffnet werden. Die Gewerkschaft Verdi bestreikt im Tarifkonflikt mit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung derzeit in einer mittlerweile vierten Welle die Schleusen.

Duisburg. Mehrere Unternehmen der Binnenschifffahrt wollen per Gericht gegen die Streiks an den Schleusen vorgehen. Das teilte der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) am Donnerstag mit. Der Verband unterstütze die Unternehmen, die nun per gerichtlichem Eilbeschluss den Stopp der Streiks herbeiführen wollten.

Die streikbedingten Umsatzausfälle nähmen bei den unbeteiligten Binnenschiffern inzwischen dramatische Ausmaße an. Die Gewerkschaft Verdi ruiniere mit ihren Streikaufrufen gut funktionierende Mittelstandsunternehmen.

Für diesen Donnerstag hat Verdi zu einer Demonstration nach Minden eingeladen, zu der sie rund 1000 Teilnehmer erwartet. Bei dem Tarifstreit geht es um die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Verdi befürchtet, dass dadurch 3000 der bundesweit 12 000 Arbeitsplätze bedroht sind.

Die streikenden Mitarbeiter wollen erreichen, dass die Bundesregierung einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung vereinbart und darin betriebsbedingte Kündigungen und Versetzungen ausschließt.

In Nordrhein-Westfalen läuft seit Dienstag die vierte Streikwelle binnen weniger Wochen. Die aktuellen Streiks sollen bis Samstag dauern. (dpa)