Rewe verbannt Plastikgeschirr aus den eigenen Regalen

Das sind die häufigsten Fehler bei der Mülltrennung

Welcher Abfall landet oft in der falschen Tonne.

Welcher Abfall landet oft in der falschen Tonne.

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Plastikmüll wird zu einer zunehmenden Bedrohung für die Umwelt. Die Handelskette Rewe arbeitet nun an der Reduzierung dieses Mülls.

Frankfurt/Köln.  Bei Rewe, Penny und in den Baumärkten der Marke Toom soll bis spätestens 2020 kein Plastikgeschirr mehr verkauft werden. In den insgesamt 6000 Filialen des Konzerns sollen Einwegbesteck, sowie Teller und Becher aus Einwegplastik aus dem Sortiment verschwinden, sagte der Vorstandsvorsitzende der Rewe-Gruppe, Lionel Souque, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstag). Im Juli hatte Rewe bereits ankündigt, auf den Verkauf von Einweg-Trinkhalmen aus Plastik verzichten.

Souque begründete den Schritt mit der Kurzlebigkeit von Einwegartikeln: „Sie werden nur einmal für etwa 20 Minuten verwendet und landen dann im Müll oder schlimmstenfalls in der Natur.“ Rewe forsche derzeit nach Alternativen, zum Beispiel aus Graspapier oder Palmblatt.

Auch der Discounter Lidl hatte im Juli angekündigt, bis Ende 2019 Einweg-Plastikartikel wie Besteck und Trinkhalme aus dem Sortiment zu nehmen.

Plastiktüte bereits aus dem Supermarkt verschwunden

Bis 2030 will Rewe sämtliche Eigenmarkenprodukte in umweltfreundlichen Produkten anbieten. „Das Thema Plastik ist derzeit in aller Munde und das zu Recht“, sagte Souque. Den Händlern sei mittlerweile bewusst, dass ein Teil der Verantwortung für eine saubere Umwelt bei ihnen liege. Die EU-Kommission will zum Schutz der Weltmeere unter anderem Einmalgeschirr und Trinkhalme aus Plastik verbieten.

Discounter und Supermarktketten haben mittlerweile weitestgehend einfache Plastiktüten aus dem Kassenbereich verbannt. Wer keine Tragetasche dabei hat, muss bei vielen Einzelhändlern nun Stoff- oder Recycling-Beutel kaufen. Rewe und der Discounter Netto haben zudem Projekte zur Reduzierung von Verpackungsmüll bei Obst durchgeführt. Beide Ketten hatten auf ausgewählte Obst und Gemüse per Laser Schrift aufbringen lassen, um so auf Aufkleber oder Folien mit Beschriftung zu verzichten.

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Tests von Verbraucher- und Umweltschützern zeigen jedoch immer wieder, dass durch den Einzelhandel weiterhin große Mengen an Plastikmüll entstehen. Als Beispiele werden oft Obst- und Gemüsesorten genannt, die trotz ihrer natürlichen Schale in Kunststoff eingepackt werden. Zudem gibt es bei vielen Einzelhändlern immer noch Plastiktüten – und zwar an der Obst- und Gemüsetheke. (dpa/ac)

 
 

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