Rewe stellt EC-Kartenzahlung auf PIN um

Foto: ddp

Köln.. Nach Kritik von Datenschützern verzichtet die Rewe-Gruppe bei EC-Kartenzahlung auf das Lastschriftverfahren mit Unterschrift. Stattdessen müssen die Kunden künftig bei der Kartenzahlung ihre PIN-Zahl eingeben.

Zum Konzern gehören die Rewe-Märkte, der Discounter Penny, die Baumärkte toom und Baumarkt und der Elektronikanbieter Promarkt. Die Kassen in allen diesen Unternehmen würden seit Donnerstag umgestellt, abgeschlossen sein soll die Umstellung Mitte kommender Woche.

Das bisher von der Handelsgruppe nicht zuletzt aus Kostengründen bevorzugte Lastschriftverfahren war zuletzt von Daten- und Verbraucherschützern massiv kritisiert worden. Die Kunden müssten bei dem beim Konzern angewandten sogenannten Online-Lastschriftverfahren eine Einwilligungserklärung zur Datenweitergabe und -speicherung unterschreiben. Sie erhielten aber weder ein Doppel dieses Papiers, noch würden sie durch Aushänge aufgeklärt. Der Datenschutzbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, nannte diese Praxis „eindeutig rechtswidrig“.

Abstimmung mit Landesdatenschutzbehörde

Das Kölner Unternehmen betonte: „Der Schutz der Privatsphäre ihrer Kunden hat bei der Rewe Group obersten Stellenwert. Das gilt uneingeschränkt auch für das Bezahlen mit EC-Karte.“ Deshalb werde man zumindest vorläufig auf das Lastschriftverfahren verzichten.

Der mit der Datenverarbeitung beauftragte Dienstleister stimme sich zurzeit mit der Landesdatenschutzbehörde Nordrhein-Westfalen über die umstrittenen Punkte ab. „Erst wenn diese Fragen vollständig und eindeutig geklärt sind, wird die Rewe Group die Wiederaufnahme des Unterschriften-Verfahrens prüfen“, hieß es. (apn/AFP)

 
 

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