Recycling-Unternehmen planen großen Wurf

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Wiederverwertungsquoten sollen im neuen Wertstoffgesetz deutlich gesteigert werden. Schulterschluss mit den Grünen in Land und Bund

Lünen. Mehr Recycling wagen - dieses Motto hat sich der Entsorgungsriese Remondis für das neue Wertstoffgesetz auf die Fahne geschrieben, das die siebte Novelle der Verpackungsverordnung ablösen soll. Das Unternehmen befindet sich dabei in engem Schulterschluss mit den Grünen in Land und Bund, die ebenfalls die Wiederverwertungsquote in Deutschland in die Höhe treiben möchten - immer noch wird die Hälfte der Haushaltsabfälle verbrannt.

Das wurde beim Besuch von Peter Meiwald, Sprecher für Umweltpolitik der Bundes-Grünen in Berlin und Hans Christian Markert, Umweltsprecher der Grünen in NRW, bei Remondis deutlich.

95 Kilo zusätzlich

Das Potenzial des Abfalls als Rohstoffquelle liege dank neuer Technologien und der Einstellung der Deponierung bei bis zu 95 Kilo zusätzlicher Wertstoffe pro Einwohner und Jahr, ist Remondis-Sprecher Michael Schneider überzeugt - das Bundesumweltministerium gehe von 5 Kilo aus und wolle die gelbe Tonne nur in eine Wertstofftonne für Verpackungen und stoffgleiche Nichtverpackungen umwandeln.

Die Abfallentsorger dagegen planten mit dem neuen Wertstoffgesetz, mit dessen Ausarbeitung der Bundesrat die Bundesregierung bis Jahresende beauftragt hat, „den großen Wurf“ bei Erfassungs- und Recyclingquoten, der das duale System überflüssig machen soll. Dazu gehöre auch die flächendeckende Einführung der Biotonne.

Zu Biogas vergären

Das Material könne zu Biogas vergären und ins Gasnetz eingespeist werden, erklärt Sprecher Schneider. Remondis habe im Lippewerk, Europas größtem Recyclingzentrum in Lünen, riesige Kapazitäten.

 
 

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