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Kies und Beton sorgen für die Stabilität

Constantin 11: Am ehemaligen Schacht im Gysenbergpark in Herne fnden Arbeiten zur Verfüllung statt.
Den Schacht Constantin 11 in Herne legte RAG Montan Immobilien im Auftrag der RAG frei. Nun stand die Verfüllung an. Eine Säule aus Kies in einer Röhre und ein Ring aus Beton bilden wichtigen Elemente der Maßnahme.

Essen.. Rund 400 Tonnen Beton verteilt auf 23 Lkw-Ladungen erreichen am Tag der Verfüllung den Schacht Constantin 11 im Herner Gysenbergpark. Die erste Heraus forderung besteht darin, die Betonmischer auf die Baustelle zu lotsen. Der Schacht liegt im Wald ohne genaue Adresse. 358 Tonnen Kies in einer Körnung von sechs bis 18 Zentimeter Durchmesser liegen bereits neben dem Schacht.

Ein Pumpenwagen mit einem langen Pumpenarm lässt den Beton ein. Die Verfüllung schaut sich auch Jutta Schliebs vom RAG-Servicebereich Standort- und Geodienste an. „Wir sind Auftraggeber. Deshalb stehen wir mit den Kollegen von RAG Montan Immobilien, die die Arbeiten planen und steuern, in ständigem Kontakt.“ Der gelieferte Beton muss bestimmten Anforderungen entsprechen. Ein unabhängiges Prüflabor testet ihn vor Ort auf Konsistenz und Druckfestigkeit.

Zum einen lautet die Maßgabe, dass die Säule im Fall des Schachts Constantin aktuelle Verkehrslasten tragen können muss. Zum anderen muss die Platte dem möglichen Abgehen der Füllsäule standhalten.

Konstruktion aus Eisen

Zuvor ließen die Fachleute eine Röhre aus Blech mit einem Durchmesser von 4,50 Meter ein. Die Oberfläche ist gewellt, damit der Be ton besser hafen bleibt. Um die Röhre herum befndet sich die Bewehrung, eine Konstruk tion aus Moniereisen und Drahtgeflecht. Dis tanzeisen stellen eine Verbindung her. Die Konstruktion unterstützt die Stabilität des Rings aus Beton. Röhre und Bewehrung stehen im Schacht auf der zuvor eingebrachten Sauberkeitsschicht. An der Oberfläche dienen Bestandseisen der Sicherung. Kleine Plastik rädchen bilden Abstandhalter zwischen Be wehrung und Röhre und schützten sie beim Einlassen in den Schacht vor Schäden.

Das Einfüllen des Betons beobachten die Fachleute genau. „Wir verfüllen Beton und Kies parallel. Der Kies muss immer ein kleines Stück höher stehen, damit der Beton die Röhre nicht eindrückt“, erklärt Holger Kelm, Projekt ingenieur von RAG Montan Immobilien. Es sei außerdem wichtig, den Beton gleichmäßig ein zulassen und tief unten einzufüllen. „Wenn wir ihn von oben hineinfallen ließen, würde er sich entmischen, also in seine Komponenten zerfal len, und an Stabilität einbüßen“, sagt Kelm. Mit einem Laser misst Markus Brodale von der Firma Ecosoil zwischendurch die Höhe von Beton und Kies im Schacht, um die Mengen entsprechend einander anzupassen.

Zeitgleich steht auch die Verfüllung des angrenzenden Wetterkanals an. Vom Schacht durch eine Ver schalung getrennt, wird parallel dazu von den Fachleuten Beton eingelassen. Im Anschluss an die Verfüllung erhält der Schacht eine Platte als Abdeckung aus 165 Ton nen bewehrtem Beton. Sie erhält eine Nach füllöffnung, über die Mitarbeiter die Füllsäule kontrollieren. Bei Bedarf schließen sie eine Protegohaube an, über die sie Gas annehmen können.

Do, 16.08.2018, 15.38 Uhr

Richter Dirk Rauschenberg erklärt den juristischen Hintergrund zur Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes Münster.