Privatbahn HKX muss Millionen sparen und dünnt Fahrplan aus

HKX will sein Zugangebot an die Fahrgastnachfrage anpassen: Weniger Züge im Regelverkehr, mehr Züge zu Stoßzeiten.
HKX will sein Zugangebot an die Fahrgastnachfrage anpassen: Weniger Züge im Regelverkehr, mehr Züge zu Stoßzeiten.
Foto: WR
Der Hamburg-Köln-Express (HKX) muss sparen. Das berichtet das "Handelsblatt". Für das vergangene Jahr erwarte das Unternehmen einen Verlust von bis zu vier Millionen Euro. HKX werde künftig weniger Züge auf die Reise schicken. Zugleich soll zu Stoßzeiten das Angebot ausgeweitet werden.

Düsseldorf. Die Privatbahn HKX dünnt ihren Fahrplan aus und ist laut einem Bericht gezwungen, drei Millionen Euro zu sparen. Für 2013 sei ein Verlust von drei bis vier Millionen Euro zu erwarten, berichtete das "Handelsblatt" in seiner Freitagsausgabe. Das Unternehmen erklärte gegenüber der Zeitung, noch keine belastbaren Zahlen zu haben.

Ab März wird der Hamburg-Köln Express an zwei Tagen in der Woche nur noch ein Mal pro Richtung fahren. HKX hatte bereits am Montag mitgeteilt, das Verkehrsangebot "stärker an die tatsächliche Nachfrage" anzupassen. So werden an Freitagen und Samstagen jeweils drei Züge von Hamburg nach Köln und in die Gegenrichtung fahren. Montags und Donnerstags verkehren künftig zwei Züge, Dienstags und Mittwochs einer.

"Nach eineinhalb Jahren auf der Schiene und bis zu 50.000 Fahrgästen monatlich kennen wir den Reisebedarf unserer Kundinnen und Kunden inzwischen gut", erklärte die Geschäftsführerin von HKX, Eva Kreienkamp. Entsprechend baue HKX das Angebot an den besonders begehrten Reisetagen rund um das Wochenenden weiter aus. An Feiertagen und in Ferienzeiten sollen zusätzliche Züge eingesetzt werden.

Laut "Handelsblatt" würden die Investoren des Unternehmens in Bedrängnis geraten, sollte HKX weiterhin so defizitär weiterfahren. HKX hatte im Sommer 2012 den Verkehr auf der wichtigen Fernverkehrsstrecke Hamburg-Köln aufgenommen. Damit hatte sich erstmals seit langem wieder ein Konkurrent der Deutschen Bahn in den Fernverkehr vorgewagt. (afp)