Primark: Bericht enthüllt, wie der Moderiese Kleidung so unfassbar billig anbieten kann

Wie kann der Textil-Discounter Mode so billig anbieten? Ein Bericht erhüllt das jetzt.
Wie kann der Textil-Discounter Mode so billig anbieten? Ein Bericht erhüllt das jetzt.
Foto: imago/Ralph Peters

Nirgendwo gibt es so günstige T-Shirts wie bei Primark: Schon für 2,50 Euro kann man ein einfaches weißes T-Shirt ergattern. Doch wie kann der irische Textil-Discounter damit Gewinn machen?

Primark verwendet sehr preiswerte Baumwolle, daher kann man von 40 Cent pro T-Shirt an Materialkosten ausgehen“, erklärt Textilexpertin Beate Hölters dem Portal „Orange“.

Primark: So viel verdient der Textil-Disounter an einem T-Shirt

Für das Zurechtschneiden, Nähen und Fertigstellen in Bangladesch – sogar das Preisschild wird bei Primark schon festgemacht – muss der Moderiese weitere 60 Cent locker machen, schätzt die Unternehmensexpertin: „Die Ware kommt in riesigen Containern ohne Zwischenhändler in die großen Primark-Lager.“

Der Transport vom Lager ins Geschäft kostet sechs Cent, die Verpackung drei Cent. Die Umsatzsteuer für den Staat betragen 40 Cent. Alles zusammen ergibt 1,49 Euro – Einfuhrzölle müssen nicht gezahlt werden. Somit bleiben Primark pro T-Shirt 1,01 Euro, das ist ein Gewinn von 48 Prozent.

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Primark: Die Menge macht's

Das klingt viel, ist es aber gar nicht. Zum Vergleich: H&M bleiben beim Verkauf eines T-Shirts zum Preis von 4,99 Euro 2,95 Euro Gewinn (70 Prozent), Levi's 76 Prozent, wenn das T-Shirt für 24,95 Euro angeboten wird.

Je weniger Gewinn ein einzelnes T-Shirt macht, desto mehr muss der Konzern verkaufen – für Primark bedeutet das: Die Menge macht's.

Als „Orange“ den deutschen Primark-Chef Wolfgang Krogmann mit den Zahlen konfrontiert, möchte er diese nicht bestätigen. „Die Zahlen werde ich nicht kommentieren. Aber ich widerspreche auch nicht“, so der Manager. (cs)

 
 

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