Präsident Jeff Jones verlässt Uber nach nur sieben Monaten

Die Uber-Firmenzentrale in San Francisco. Dem Unternehmen wird unter anderem vorgeworfen, gestohlene Technologie zu verwenden.
Die Uber-Firmenzentrale in San Francisco. Dem Unternehmen wird unter anderem vorgeworfen, gestohlene Technologie zu verwenden.
Foto: Eric Risberg / dpa
Der Top-Manager Jeff Jones verlässt das Fahrdienst-Unternehmen verärgert. Zuletzt geriet Uber in den Mittelpunkt mehrerer Kontroversen.

San Francisco.  Die Turbulenzen beim Fahrdienst-Vermittler Uber vertreiben einen Hoffnungsträger aus der Chefetage: Die Nummer zwei hinter Chef Travis Kalanick verlässt das Unternehmen nach weniger als einem Jahr. Der Top-Manager Jeff Jones, der auf dem Posten eines Präsidenten unter anderem für die Entwicklung von Mitfahrangeboten zuständig war, zeigte sich zum Abgang verärgert.

„Es ist klar, dass die Überzeugungen und Ansätze, die meine Karriere bestimmt haben, nicht vereinbar sind mit dem, was ich bei Uber gesehen und erlebt habe“, erklärte Jones dem Tech-Blog „Recode“ am Sonntag (Ortszeit). Er kam zum umstrittenen Fahrdienst-Vermittler vom US-Handelsgiganten Target, wo er Marketingchef war.

Uber soll gestohlene Technologie verwenden

Kalanick versuchte im Gegenzug, eine Verbindung herzustellen zwischen dem Abgang von Jones und seiner Suche nach einer rechten Hand auf einem neu geschaffenen Geschäftsführer-Posten. Nach dieser Ankündigung „kam Jeff zu der schweren Entscheidung, dass er seine Zukunft nicht bei Uber sieht“, schrieb der Gründer und Chef in einer unter anderem von Bloomberg veröffentlichten E-Mail an die Mitarbeiter.

Uber geriet zuletzt in den Mittelpunkt mehrerer Kontroversen. Die Google-Schwesterfirma Waymo wirft Uber in einer Klage den Einsatz von Technologie vor, die ein ehemaliger Mitarbeiter gestohlen habe. Eine ehemalige Software-Entwicklerin beschrieb eine von Frauen-Diskriminierung geprägte Unternehmenskultur. Und Kalanick selbst geriet in die Kritik nach einem auf Video aufgezeichneten Streit mit einem Uber-Fahrer. Danach kündigte er an, einen Top-Manager für das Tagesgeschäft zu suchen.

(dpa)

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