Peugeot will sich von 11.000 Mitarbeitern trennen

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Paris. Auch der französische Automarkt ist von der Wirtschaftskrise stark betroffen: Der Autobauer PSA Peugeot Citroën hat nach Verlusten im dreistelligen Millionenbereich nun angekündigt, sich von über 11.000 Mitarbeitern zu trennen. Entlassungen sollen aber vermieden werden.

Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroën ist wegen der Wirtschaftskrise in die roten Zahlen gerutscht und will sich dieses Jahr von über 11.000 Mitarbeitern trennen. Die Gruppe habe im vergangenen Jahr einen Verlust von 343 Millionen Euro verbucht, teilte PSA am Mittwoch in Paris mit. Auch in diesem Jahr werde Frankreichs größter Autobauer Verluste ausweisen. Das erste Halbjahr wird dabei laut Konzernchef Christian Streiff «besonders schwierig».

PSA erwarte, dass dieses Jahr über 11.000 Menschen das Unternehmen freiwillig verlassen würden, sagte Finanzvorstand Isabel Marey-Samper. Personalvorstand Jean-Luc Vergne sprach davon, dass in Europa voraussichtlich zwischen 10.000 und 12.000 Beschäftigte ausscheiden würden. Die dadurch erzielten Einsparungen würden laut Unternehmen zum größten Teil erst im kommenden Jahr wirksam, wenn PSA wieder schwarze Zahlen ausweisen will.

PSA hat sich im Zuge der Milliardenhilfen der Pariser Regierung verpflichtet, keine Werke in Frankreich zu schließen und dieses Jahr möglichst keine Entlassungen in Frankreich vorzunehmen. Mitarbeiter, die etwa mit Abfindungen freiwillig ausscheiden, sind dadurch nicht betroffen. PSA kann dann ihre Stellen nicht neu besetzen. «Frankreich ist natürlich unser wichtigstes Land mit Blick auf den Personalstand, aber wir haben in vielen anderen Ländern Personal, das wir derzeit schnell verringern», sagte Finanzchefin Marey-Samper. PSA hatte Ende 2007 weltweit knapp 208.000 Menschen beschäftigt, darunter knapp 114.000 in Frankreich. (afp)

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