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Otto-Versand darf jetzt auch den Namen „Quelle“ nutzen

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Brüssel. 

Die EU-Kommission hat dem Hamburger Otto-Versand am Dienstag das Okay gegeben, die Markenrechte des früheren Konkurrenten „Quelle“ zu nutzen. Damit darf Otto unter anderem auf die Kundendatenbank von Quelle rückgreifen.

Der Versandhändler Otto darf die Marke „Quelle“ übernehmen. Die EU-Kommission hat die Übernahme sowie den Erwerb weiterer Vermögenswerte des insolventen deutschen Versandhandelsunternehmens Primondo durch Otto genehmigt. Allerdings ist die Zustimmung an Auflagen geknüpft worden, wie die Kommission am Dienstag mitteilte. Otto erwirbt neben Marken auch Markenanmeldungen sowie Internet-Domains und erhält zudem das Recht, die Quelle-Kundendatenbank für Deutschland zu nutzen.

Otto übernimmt auch Russland-Geschäft von Quelle

Die Genehmigung ist den Angaben zufolge an die Bedingung geknüpft, dass bestimmte Marken veräußert und ein anderer Marktteilnehmer das Recht erhält, die Kundendatenbank von Quelle zu denselben Bedingungen wie Otto und unter Beachtung der einschlägigen Datenschutzbestimmungen zu nutzen. Otto hatte diese Schritte angeboten, um die wettbewerbsrechtlichen Bedenken der Kommission auszuräumen.

Die Genehmigungsentscheidung der Kommission gilt auch für den Erwerb von Quelle Russland durch Otto, der Teil desselben Zusammenschlusses und wettbewerbsrechtlich unbedenklich ist.

Auch das Versandhaus Quelle war im Einzelhandel und schwerpunktmäßig im Versandhandel tätig. Quelle gehörte zur mittlerweile insolventen Dachgesellschaft Primondo und meldete am 1. September 2009 Insolvenz an. Beide gehörten ihrerseits zum ebenfalls insolventen Handelskonzern Arcandor. Otto ist der führende Versandhändler auf dem deutschen Markt, Quelle war bis zur Insolvenz stärkster Konkurrent. (ddp)