OECD befürchtet 2010 deutlich mehr Arbeitslose

Foto: ddp

Paris. Die OECD rechnet mit einem stärkeren Einbruch der deutschen Wirtschaft als noch vor drei Monaten, sieht aber einen ersten Silberstreif am Horizont. 2009 werde das Bruttoinlandsprodukt um 6,1 Prozent sinken, heißt es im am Mittwoch in Paris vorgestellten neuen Wirtschaftsausblick.

Die OECD rechnet mit einem stärkeren Einbruch der deutschen Wirtschaft als noch vor drei Monaten, sieht aber einen ersten Silberstreif am Horizont. 2009 werde das Bruttoinlandsprodukt um 6,1 Prozent sinken, heißt es im am Mittwoch in Paris vorgestellten neuen Wirtschaftsausblick der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Ende März prognostizierten die Experten noch ein Minus von 5,3 Prozent.

Wirtschaft dürfte sich aber 2010 wieder erholen

«Das Tempo der Kontraktion wird allerdings nachlassen», heißt es in der neuen Prognose. «Im Jahresverlauf 2010 wird sich die Wirtschaftstätigkeit allmählich wieder beleben.»

Grund für Entwarnung gibt es aber noch nicht. Denn die Arbeitslosigkeit werde im kommenden Jahr vermutlich noch einmal stark steigen, obwohl die Unternehmen bereits zahlreiche Maßnahmen wie Arbeitszeitverkürzungen vorgenommen hätten. Angesichts der sich verschlechternden Haushaltsperspektive müsse die Regierung alles tun, um zu verhindern, dass aus der vorübergehenden Arbeitslosigkeit eine strukturelle Arbeitslosigkeit werde, fordert die OECD.

Abwrackprämie hat Konsum merklich gefördert

Als Grund, warum sich der Konjunkturrückgang in der ersten Hälfte 2009 beschleunigt hat, nennt die Organisation den Einbruch des Welthandels. Aber auch Investitionen seien stärker zurückgegangen als erwartet. Immerhin konnte sich der private Konsum behaupten. Eine wichtige Rolle habe dabei die Abwrackprämie für den Kauf von Neuwagen gespielt, heißt es in dem OECD-Bericht. (ap)

 
 

EURE FAVORITEN