Müntefering will Bonus-Verbot für Manager

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Gießen. Der SPD-Bundesvorsitzende Franz Müntefering will hohe Bonus-Zahlungen an Manager gesetzlich unterbinden. Beim Neujahrsempfang der Hessen-SPD forderte er ein entsprechendes Gesetz. Damit will er verhindern, dass Firmen für den kurzfristigen Gewinn arbeiten statt langfristig zu planen.

Bonuszahlungen für Manager sind SPD-Chef Müntefering ein Dorn im Auge. So sehr, dass er sie sogar verbieten lassen will. Wer ein bis zwei Millionen Euro Jahresgehalt beziehe, dürfe sein Salär nicht mit Boni auf 14 Millionen aufstocken können, sagte Müntefering am Sonntag auf dem Neujahrsempfang der Hessen-SPD in Gießen. Das führe nicht zu Zukunftsinvestitionen, sondern zu einer Unternehmensausrichtung allein auf kurzfristigen Gewinn. Das müsse verboten werden.

Müntefering forderte zugleich, bei der Bewältigung der Finanzmarktkrise die Sparkassen weniger zu belasten als Privatbanken. Mit nachhaltigen Investitionen hätten die Sparkassen im vergangenen Jahr 7,3 Prozent Rendite erzielt. «Daneben gibt es deutsche Banken mit 29 Prozent Gewinnquote - deutlicher muss ich es wohl nicht sagen», betonte Müntefering. Mit der Union solle daher im Frühjahr über neue Strukturen des Geldmarktes geredet werden. (ddp)

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