Lkw-Fahrer sorgt mit Schriftzug in Führerhaus für Entsetzen – jetzt muss er die Konsequenzen ziehen

Ein Fahrer der Papenburg AG hat mit seiner Fahrerkabine für Entsetzen gesorgt.
Ein Fahrer der Papenburg AG hat mit seiner Fahrerkabine für Entsetzen gesorgt.
Foto: imago images/Steffen Schellhorn

Wer hauptberuflich einen Lkw fährt, der sorgt gerne dafür sein berufliches Umfeld – die Fahrerkabine – nach eigenen Wünschen zu dekorieren. Ganz individuell und nach eigenem Ermessen in den Grenzen des guten Geschmacks.

Genau jene Grenzen hat der Fahrer eines Lkw nun deutlich überschritten – und damit offen gezeigt, wofür er politisch steht.

Bei der Gestaltung seiner Kabine im Lkw hat ein Fahrer nun die Grenzen des guten Geschmacks überschritten – oder um es deutlich zu formulieren: Er hat offen zu Schau gestellt, für welche schlimme politische Gesinnung er steht. Das hat Konsequenzen für den Lkw-Fahrer.

Im Netz kursiert derzeit das Foto der Fahrerkabine. Auf der Oberseite der Windschutzscheibe prangt in großen gelben Lettern in altdeutscher Schrift das Wort „Führerhaus“.

Und es wird noch schlimmer.

Lkw-Fahrer fährt rechtsextreme Gesinnung zur Schau

Wie viele Lastwagenfahrer hat der Fahrer des Transporters ein Nummernschild an der Windschutzscheibe angebracht, auf dem ein Vorname steht. Häufig nehmen Lkw-Fahrer ihren eigenen Namen, dann steht da etwa „Norbert“, „Manfred“ oder „Günther“.

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Auf dem Kennzeichen dieses Fahrers steht „Adolf. H“. Ob er wirklich so heißt, ist nicht bekannt. Aber die Kombination mit dem „Führerhaus“-Schriftzug und einer Reichsflagge mit Reichsadler auf der Beifahrerseite der Windschutzscheibe lassen eher den Verdacht zu, dass Adolf Hitler gemeint ist.

Für den Fahrer mit der offensichtlichen rechtsextremen Gesinnung hat die abscheuliche Dekoration nun Konsequenzen.

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Arbeitgeber des Lkw-Fahrers greift durch

Der Mann fuhr für das Unternehmen GP Günter Papenburg aus Hannover. Und die griff sofort durch, als sie auf die entsetzlich „dekorierte“ Fahrerkabine aufmerksam gemacht wurde.

„Wir wurden auf dieses im Foto festgehaltene, inakzeptable Verhalten unseres Berufskraftfahrers bereits am 14. Juni aufmerksam gemacht. Noch am selben Tag wurde das Fahrzeug durch die Disposition freigestellt, da für uns die Entfernung sämtlicher Symbolik Priorität hatte“, sagte Geschäftsführerin Angela Papenburg gegenüber der „Mitteldeutschen Zeitung“.

Unternehmen entschuldigt sich

Gegen den Fahrer des Lkw wurden arbeitsrechtliche Schritte eingeleitet. Dazu entschuldigte sich das Hannoversche Unternehmen für das Verhalten ihres Fahrers. „Derartiges Verhalten wird in unserem Haus nicht toleriert und wir gehen gemeinsam dagegen vor“, sagte Papenburg.

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Zudem würden alle Fuhrparks nun kontrolliert werden, die Fahrer würden belehrt werden und das Thema werde in regelmäßige Schulungen aufgenommen.

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Eine ähnliche Aktion hatte Folgen für einen Flixbus-Fahrer. Der dekorierte nicht seinen Arbeitsplatz, sondern seine Arme um. Hier kannst du die Geschichte lesen >>> (jg)

 
 

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