Lidl und Aldi: Discounter profitieren von politischem Beben

Lidl und Aldi profitieren vom politischen Beben.
Lidl und Aldi profitieren vom politischen Beben.
Foto: imago images / IP3press

Viele Unternehmen, sowohl in Großbritannien als auch in Europa, machen sich wegen des Brexits große Sorgen. Wie sehr wird die Wirtschaft unter dem Ausscheiden des Vereinigten Königreichs leiden?

Diese Frage stellen sich viele Firmen - nicht aber Lidl und Aldi. Denn die beiden Discounter zählen zu den großen Gewinnern des politischen Bebens.

Lidl und Aldi sind die großen Gewinner

Der Geschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Kai Falk, erklärt der dpa: „Wir halten es für vorstellbar, dass wegen des Brexits die Verbraucher auch in Großbritannien noch mehr auf die Preise schauen.“

Bislang gibt es auf der Insel bereits zahlreiche Filialen von Lidl und Aldi, vor rund 30 Jahren ebneten sie sich den Weg nach Großbritannien. „Die Resonanz der britischen Kunden ist sehr positiv“, sagt er weiter. „Es sind gute Zeiten für die Discounter.“

Auch Ulrich Hoppe, Hauptgeschäftsführer der Deutsch-Britischen Handelskammer in London, stimmt dem zu.

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Briten machen sich große Sorgen

Im Gegensatz zur Konkurrenz wachsen Lidl und Aldi weiter kräftig. Einer aktuellen Kantar-Studie zufolge konnten die deutschen Unternehmen ihren Marktanteil deutlich auf mittlerweile insgesamt 14 Prozent ausbauen. „Das Plus ist fast eine Milliarde Pfund (1,16 Mrd Euro) jährlich wert“, urteilte das Institut.

Und: Die Discounter gelten als gut gerüstet für ein mögliches Chaos nach dem EU-Austritt. „Der Brexit führt zu einem reduzierten Wirtschaftswachstum, der Druck auf die Konsumenten wird größer. Und ein Verbraucher, der stärker auf das Pfund achten muss, geht dann eher dahin“, sagt AHK-Chef Hoppe.

Für die britischen Ketten sieht es hingegen ganz anders aus. Der Brexit macht den Händlern in Großbritannien zu schaffen. 4 von 5 Briten sorgen sich, dass die Preise für Lebensmittel und Getränke nach dem Brexit weiter steigen.

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EU-Austritt für 31. Januar 2020 geplant

„Es gibt kaum Zweifel unter Einzelhändlern, Herstellern und Landwirten, dass der Brexit zu einer erheblichen Störung der britischen Lebensmittelversorgung führen wird“, stellte das Forschungsinstitut Kantar Anfang Oktober fest.

Zunächst wollte das Vereinigte Königreich die EU zum 31. März 2019 verlassen. Der Tag des Austritts verzögerte sich jedoch immer wieder, derzeit will UK-Premierminister Boris Johnson sein Land spätestens am 31. Januar 2020 aus der Gemeinschaft führen. (cs mit dpa)

 
 

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